Autorenlesung bei der Seliger-Gemeinde: Roman über die 70er-Jahre in Estland

Schicksal der Vertreibung verbindet

Autorin Ira Ebner signierte ihre Bücher; links Peter Schmid-Rannetsperger, Vorsitzender der Seliger-Gemeinde. Foto re
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Autorin Ira Ebner signierte ihre Bücher; links Peter Schmid-Rannetsperger, Vorsitzender der Seliger-Gemeinde. Foto re

Waldkraiburg - Die Freisinger Autorin Ira Ebner stellte bei der Seliger-Gemeinde ihren kürzlich erschienenen Roman "Himmel, Erde, Schnee Teil 1" im Bistro im Haus der Kultur vor. Die Geschichte zweier Cousinen, Lagle und Sigurd, spielt in den 1970er-Jahren in Estland. Lagle heiratet Arvo Kortelainen, der ihretwegen die Verbindung mit ihrer Cousine Sigurd gelöst hat. Das Romanwerk schlägt aber auch kritische politische Töne an, etwa als von der Deportation eines Pastors nach Sibirien die Rede ist, ebenso wie vom Widerstand gegen die Sowjets durch Lagles Vater.

Der Vorsitzende der Seliger-Gemeinde, Peter Schmid-Rannetsperger, erläuterte, wie Esten und Sudetendeutsche gleichermaßen vom Schicksal der Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg betroffen waren. Da sich auch auswärtige Gäste aus München und Freising unter den Besuchern befanden, nutzte der Vorsitzende die Gelegenheit, die Stadt Waldkraiburg mit ihren vielfältigen Vorzügen vorzustellen. Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: "Eines werden Sie vergeblich suchen, da müssen Sie noch rund 100 Jahre warten, eine Altstadt!" Unter den Gästen waren der Bezirksvorsitzende der Oberbayern-SPD, MdB Ewald Schurer, SPD-Unter- bezirksvorsitzender Richard Fischer und SPD-Bürgermeisterkandidat Markus Schwaiger. In der Pause wurden die Besucher mit Kuchen nach original estnischen Rezepten verwöhnt. Reichlich Gebrauch machten sie von der Möglichkeit, sich ein Exemplar mit persönlicher Widmung der Autorin zu sichern. re

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