Die rote Waldameise fühlt sich am Grünen Ring wohl

Der großen roten Waldameise taugt es in Waldkraiburg. Am Grünen Ring traf Leserreporter Pauli Distler auf dieses große Nest. Das untere Bild zeigt einen Vertreter der „Waldpolizei“, die viele wichtige Funkzionen hat. Bruno Distler/ Michael Hanselmann (wikipedia)

Waldkraiburg – Die große rote Waldameise baut ihre Nester mitten in Waldkraiburg, staunt Pauli Distler, der täglich seine Spazierrunden im Stadtpark, am Grünen Ring und durch den Peters Park macht.

Dabei traf er am Grünen Ring auf dieses Nest der „Formica Rufa“. „Die rote Waldameise und ihre Nester sind in Deutschland nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt“, erklärt Distler, der sich als Jäger um die Natur sorge, wie er sagt. Es handle sich um die größte Ameisenart, die es in Deutschland gebe. „Diese Ameisen haben eine sehr wichtige Funktion: Sie räumen auf im Wald, fieseln tote Tiere ab, vertilgen Kleininsekten, deren Larven und Raupen.“ Damit gelten sie als „Waldpolizei“.

Normalerweise errichten die Tierchen ihre Hügel an gut besonnten Stellen am Waldrand. Umso bemerkenswerter sei es, so Distler, dass dieses Nest neben einem viel frequentierten Spazierweg liegt – „und noch keiner was kaputt gemacht hat“. Was ihn jedoch ärgert, sind jene Spaziergänger, die sich über Pferdeäpfel auf den Wegen aufregen, die von den Polizeipferden stammen, die zur Bestreifung der Parks im Einsatz sind.

„Die Reiterstaffel sorgt für unsere Sicherheit. Und Pferdeäpfel stinken nicht, die sind gut für den Boden – im Gegensatz zu den übel riechenden Hundehaufen, die überall hinterlassen werden. Regt Euch lieber mal darüber auf“, so Distler. Das kleine Bild zeigt eine große rote Waldameise auf der Pirsch. Im Umkreis von 100 Metern um ihr Nest treten nahezu keine Forstschädlinge auf. Bis zu fünf Millionen Insekten landen jedes Jahr auf dem Speisezettel des Ameisenvolkes. kla

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