Stadt: Verkehrsberuhigter Bereich in Gablonzer Straße funktioniert leider nicht wie geplant

Am Rondell läuft's nicht rund

Beim Begegnungsverkehr am Rondell in der Gablonzer Straße gibt es immer wieder Probleme. Dabei gilt in dem verkehrsberuhigten Bereich auch auf den Seitenflächen Parkverbot, an das sich allerdings viele Autofahrer nicht halten, ebenso wenig wie an die Schrittgeschwindigkeit, die dort vorgegeben ist. Fotos hg
+
Beim Begegnungsverkehr am Rondell in der Gablonzer Straße gibt es immer wieder Probleme. Dabei gilt in dem verkehrsberuhigten Bereich auch auf den Seitenflächen Parkverbot, an das sich allerdings viele Autofahrer nicht halten, ebenso wenig wie an die Schrittgeschwindigkeit, die dort vorgegeben ist. Fotos hg

Waldkraiburg - Begegnungsverkehr im Rondell in der Gablonzer Straße? Das geht nicht immer reibungslos.

Auf dieses Problem macht Erich Suckfüll aufmerksam. Allzu oft müssen Autos anhalten oder gar zurückstoßen. Und wenn jemand mit dem Hänger unterwegs ist, wird's besonders schwierig. Der Waldkraiburger schlägt deshalb vor, jeweils zwei Autolängen Park- oder Halteverbotsschilder anzubringen, damit die Autos problemlos aneinander vorbeikommen. Parkplätze gingen ja nicht verloren, weil der "Fußgängerweg" an der Seite ja ohnehin schon in Parkplätze umfunktioniert worden sei, meint er.

Doch so einfach ist es nicht: Die Anbringung von Halteverbotsschildern sei nicht möglich, teilt auf Anfrage die Stadtverwaltung mit. Der Grund: Das Rondell gehört zu einem "verkehrsberuhigten Bereich". Das entsprechende Verkehrszeichen bestimmt bereits ein Halteverbot außerhalb aller gekennzeichneten Parkflächen.

Im Straßenraum sind keine Parkstände gekennzeichnet, da die befahrbare Verkehrsfläche nicht breit genug sei. Auch das Abstellen von Autos in den mit Mineralbeton befestigten Seitenflächen, die für "Fußgängerwege" gehalten werden, ist also nicht erlaubt. In diesem Bereich gibt es keinen ausgewiesenen Fußgängerweg, da sich die Fußgänger die Verkehrsfläche, auf der nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden darf, mit dem Kraftfahrzeugverkehr teilen. So weit die Theorie.

Denn auch die Stadtverwaltung räumt ein: "Leider funktioniert der Bereich nicht so, wie er geplant war." Die Zahl der Stellplätze in diesem Bereich entspreche zwar den rechtlichen Vorgaben. Tatsächlich verfügen die Wohnanlagen in diesem Bereich aber über zu wenig Stellplätze. Daher parken Anlieger und Besucher teilweise auf den Seitenflächen in dem Rondell, die dafür nicht bestimmt sind. Und weil sich viele Autofahrer nicht an das Schritttempo halten, weichen Fußgänger auf die Seitenfläche aus.

Verkehrsüberwachung

Was also tun? Die kommunale Verkehrsüberwachung überwache Geschwindigkeit und Parkverhalten der Autofahrer bereits, so die Stadt. hg

Kommentare