„Riesenkita pädagogisch nicht sinnvoll“

An der Kopernikusstraße besteht bereits eine Kita mit fünf Gruppen. Mit dem geplanten achtgruppigen Neubau würde auf dem Grundstück die größte Kinderbetreuungseinrichtung im Landkreis entstehen.
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An der Kopernikusstraße besteht bereits eine Kita mit fünf Gruppen. Mit dem geplanten achtgruppigen Neubau würde auf dem Grundstück die größte Kinderbetreuungseinrichtung im Landkreis entstehen.

Waldkraiburg – Eine neue Kindertagesstätte mit vier Kindergarten- und vier Krippengruppen auf einem Kirchengrundstück an der Kopernikusstraße soll einen Großteil des Bedarfs an Betreuungsplätzen abdecken, der in den nächsten Jahren in Waldkraiburg erwartet wird.

Einstimmig hat sich der Stadtrat für diesen Standort ausgesprochen.

Skepsis wegenneuer Parkplätze

UWG-Fraktionssprecher Frieder Vielsack äußerte sich erneut skeptisch wegen der 44 Parkplätze, die vor der neuen Kita geplant sind. Er würde 26 Stellplätze lieber weglassen. In Sachen Verkehrserschließung, die direkt von der Adlergebirgsstraße her durch ein Wäldchen zur neuen Kita führen soll, sprach er sich dafür aus, die neue Kita auch von der Kopernikusstraße her anfahren zu können. Dazu Bauamtsleiter Carsten Schwunck: „Es werde Zufahrten von beiden Seiten her geben können.“ Allerdings dürfe keine Durchgangsstraße entstehen, da die Belastung für das Wohngebiet sonst zu groß werde. Richard Fischer (SPD) meldete Zweifel an, ob die neue Kita ausreiche und sprach sich für die weitere Zukunft dafür aus, einen zentralen Standort für eine Kindertagesstätte zu finden, die man immer weiter ausbauen könne.

Die Stadtverwaltung habe die Zahlen im Blick, so Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG). Über Jahrzehnte habe die Stadt Waldkraiburg den Bedarf an Betreuungsplätzen immer wieder decken können. Er warnte davor, noch größere Einheiten zu schaffen. „Das ist nicht sinnvoll.“

Die größte Einheitim Landkreis

Auf dem Kirchengrundstück an der Kopernikus straße befindet sich bereits die Kita St. Christophorus mit vier Kindergarten- und einer Krippengruppe. Mit dem Neubau sind das 13 Gruppen. Pötzsch: „Das wäre im Landkreis die größte Einheit.“ „Diese Größe muss das Maximum sein, aus pädagogischen Gründen“, betonte Stadträtin Charlotte Konrad (CSU), die selbst einen Kindergarten leitet. „Von riesigen Kinderbetreuungseinrichtungen sollten wir absehen.“ hg

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