Frühjahrsversammlung der IG Bauen-Agrar-Umwelt - Vorstand soll verkleinert werden

Rente darf nicht Armut bedeuten

Waldkraiburg - Die Insolvenz der Drogeriemarktkette Schlecker hat auch Auswirkungen auf die Region. Sechs Mitarbeiterinnen in Kraiburg werden ihre Arbeitsplätze verlieren. Dies war eines der Themen, zu denen Gewerkschaftssekretär Richard Fischer bei der Frühjahrsversammlung der IG Bauen-Agrar-Umwelt sprach.

So informierte er auch über die Tarifrunde: "Für dieses Jahr hat die Baubranche mit 2,3 Prozent abgeschlossen, für nächstes Jahr stehen Verhandlungen zu Rahmentarif und Lohntarif an". Gleichzeitig monierte er, dass in der Baubranche Fachkräfte fehlen, da in der Vergangenheit zu wenig ausgebildet wurde. Hier berichtete er, dass in Kürze ein Ausbildungssekretär tätig werden wird.

Fischer forderte die Bundesregierung auf, etwas gegen die Altersarmut zu tun. Im Landkreis liege die durchschnittliche Rente derzeit bei 720 Euro. Auf zehn Jahre hochgerechnet werde sie durch Preiserhöhungen und Inflationsrate auf rund 640 Euro sinken. Der Gewerkschaftssekretär sprach über die Zukunft der Renten und wie sie finanziert werden sollten. In diesem Zusammenhang sprach er sich auch für eine Kapitalertragssteuer aus. Am Beispiel Griechenlands fragte er, wo wohl das Kapital der dortigen Reichen geblieben sei "Auch in Griechenland muss nun der Normalbürger für die Misswirtschaft herhalten".

Dabei erhalten die Lohnstrukturen die Kaufkraft in einem Wirtschaftssystem. Die Löhne hätten sich aber, so Fischer, in den vergangenen zehn Jahren nicht großartig entwickelt.

Dieter Pangerl vom Bezirksverband berichtete vom Koordinierungsausschuss. Im Herbst stehen in den Kreisverbänden Neuwahlen auf dem Programm. Am Samstag findet ein außerordentlicher Gewerkschaftstag statt, mit dem Ziel, den Vorstand von sieben auf fünf Sitze zu reduzieren. re

Kommentare