Regierung dementiert Corona-Verdacht in Anker-Dependance

Waldkraiburg – Die fünf Personen, die in der Erstaufnahmedependance für Flüchtlinge in Waldkraiburg Erkältungssymptome zeigen, sind „keine Corona-Verdachtsfälle“.

Das stellt die Regierung von Oberbayern auf Anfrage unserer Zeitung klar und dementiert damit anderslautende Medienberichte.

„Die Personen hielten sich weder in einem Risikogebiet auf noch sind sie festgestellte Kontaktpersonen von Infizierten“, heißt es in der Stellungnahme der Behörde. Nach Beratung mit dem Gesundheitsamt werden die Bewohner der Dependance „regulär kurativ versorgt“.

Weiter teilt die Regierung mit, dass wie in allen ihren Unterkünften für Flüchtlinge auch in der Dependance Waldkraiburg die vorbeugenden Maßnahmen intensiviert und Personal sowie Bewohnerinnen und Bewohner über Übertragungswege und persönliche Schutzmaßnahmen aufgeklärt worden seien. „Weitergehende Maßnahmen sind aktuell nicht angezeigt. Insbesondere gibt es keine Quarantäneanordnung des Gesundheitsamts.“

Sollte eine Bewohnerin oder ein Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet werden, werden die dann notwendigen weiteren Maßnahmen mit dem Gesundheitsamt abgestimmt beziehungsweise von diesem als zuständige Behörde im Einzelfall angeordnet, heißt es weiter in der Stellungnahme.

Positive Testergebnisse gibt es laut Regierung nur für drei Personen im Ankunftszentrum in der Maria-Probst-Straße in München. Darüber hinaus sei im gesamten Bereich des Ankerzentrums Oberbayern sowie in sämtlichen staatlichen Gemeinschaftsunterkünften im Regierungsbezirk bislang keine Person positiv auf Corona getestet worden. hi/hg

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