Puzzles als Trost: Eine Collage bringt Enkel in Corona-Zeit zu den Waldkraiburger Urgroßeltern

Ein altes Hobbyhaben Ferdinand und Veronika Schnurer wieder für sich entdeckt: Puzzle bauen. Damit sie während der Coronakrise Enkel und Urenkel nah sein können, gab es von den Kindern eine Fotocollage als Puzzle. Wagner

Über Wochen hinweg konnten während der Ausgangsbeschränkung Großeltern ihre Enkel nicht in den Arm nehmen, geschweige denn sehen. Damit die Trennung auf Zeit besser zu überbrücken ist, haben Ferdinand und Veronika Schnurer aus St. Erasmus ein ganz besonderes Geschenk bekommen.

Waldkraiburg/St. Erasmus – Was kann es Schöneres geben, als Enkel und Urenkel um sich zu haben, die Kinder heranwachsen sehen, bei den ganz Kleinen die ersten Schritte mitzuerleben, die ersten Worte zu vernehmen und sie im Arm zu halten? Und plötzlich ist alles auf Null gestellt, die Corona-Pandemie bewirkt ein Kontaktverbot und alles das, was man liebt, ist plötzlich ganz weit weg, obwohl es räumlich in der Nähe wäre.

Individuell gestaltet

Wie viele andere mussten dies auch Veronika und Ferdinand Schnurer aus St. Erasmus erleben. Sie sind Großeltern und Urgroßeltern – und das von ganzem Herzen. Was also kann man tun, um diese Zeit zu überbrücken. „Wie können wir die Beiden mit etwas beschäftigen, das Enkel und Urenkel zum Thema hat“, überlegte sich Tochter Silvia und erinnerte sich daran, dass ihr Vater früher so gerne Puzzle gebaut hatte. Und dann fand sie das Angebot eines Puzzle-Herstellers, anhand einer Fotocollage ein individuelles Puzzle herzustellen.

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Das ist es, sagte sich die Tochter und erstellte eine Collage mit Fotos der Kinder, Enkel und Urenkel, sendete sie an den Hersteller und hielt schon wenige Tage danach das Ergebnis in Händen. Eine Idee, die sich als Volltreffer herausstellte. Vater Ferdinand und Mutter Veronika freuten sich riesig und machten sich sogleich an die Arbeit, beziehungsweise an das Vergnügen, denn das war es wahrlich für die Schnurers. Teil um Teil nahm das Werk Gestalt an, Bild um Bild wurde das Collagepuzzle in seiner Gesamtheit sichtbar.

Auch gleich noch ein Zweites gebaut

Eine wunderbare Beschäftigung, die ihnen die Zeit vertrieb und ihre Liebsten in den Mittelpunkt stellte, wie sie beide sagen. Und schon kurz nach der Fertigstellung kam der Aufruf an die Tochter: „Könnt Ihr uns bitte noch einmal ein Puzzle anfertigen lassen?“ Gesagt, getan – Nummer zwei wurde geliefert und ist nun auch schon fertig. „Es konnte uns den Kontakt zu Enkel und Urenkel zwar nicht ersetzen, aber es half uns über die Zeit hinweg und machte uns einfach Spaß. Natürlich freuen wir uns jetzt auf die Kleinen und auch die Großen, wenn wir sie selbst in Natura wiedersehen und nicht nur auf den Bildern, die wir zusammenbauen.“

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Und ganz zum Schluss gibt es dann noch einen Wink mit dem Zaunpfahl für die Kinder: „Bei der Menge an Bildern, die ihr habt, würde das sicherlich für eine dritte Auflage reichen.“ Hier haben zwei ein Hobby wiederentdeckt, das ihnen offensichtlich große Freude bereitet.

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