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Prestigebau mit Falten

  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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„Mit 50 ist das Leben eben lang noch nicht vorbei“, heißt es in einem Lied.

Was sind da schon ein paar Fältchen im Gesicht oder ein paar graue Strähnchen auf dem Kopf. Das Leben ist noch lang nicht vorbei, mit 66 Jahren geht es eh erst richtig los.

Man wächst mit seinen Erfahrungen. Man wird ausgeglichener, gelassener. Hat viel gesehen, viel erlebt, viel zu erzählen. Viele Menschen kommen und gehen sehen, das hat auch das Waldkraiburger Rathaus. Das feiert diese Tage seinen 50. Geburtstag. Am Sonntag gibt’s beim Tag der offenen Tür mehr zu sehen als nur einen Blick durchs Schlüsselloch.

Da gibt es zum Beispiel den Sitzungssaal. Hier sind in der Vergangenheit entscheidende Weichen bei der Stadtentwicklung gestellt worden. Hier ist über jede Mark oder jeden Euro diskutiert worden, wenn Geld eingespart werden muss. Und hier wird schon bald der nächste Bund fürs Leben geschlossen.

In den vielen Büros halten die Mitarbeiter die Verwaltung am Laufen, stellen neue Pässe aus, bieten Beratung an oder organisieren städtische Veranstaltungen. Vieles davon passiert, ohne dass man es außerhalb den Rathaus-Türen wahrnimmt. Aufgaben, worauf man sich verlässt, dass sie gemacht werden.

Und dann gibt es noch die Menschen wie Oswald Nikolaus und Walter Zabelt. Mit vielen anderen Handwerkern haben sie dem Waldkraiburger Rathaus vor mehr als 50 Jahren auf die Beine geholfen. Noch heute haben sie einen Bezug zu dem Gebäude, für Zabelt zählt es sogar zu den Wahrzeichen der Stadt.

Es war damals ein Prestigebau, zu dessen Grundsteinlegung der damalige bayerische Ministerpräsident Alfons Goppel gekommen war. Vom Prestigebau sprechen heute nicht mehr viele. Mit seinen 50 Jahren hat das Waldkraiburger Rathaus längst Fältchen bekommen und ein paar graue Strähnchen. An ein paar Stellen zwickt’s schon ein bisschen mehr.

„Mit 50 ist das Leben eben lang noch nicht vorbei.“ Wie das Leben vom Waldkraiburger Rathaus nach 50 Jahren weiter gehen wird, wir werden sehen.

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