Seit gestern auch Mitarbeiter des Zustellstützpunktes im Ausstand

Poststreik erreicht Waldkraiburg

Der Poststreik hat Waldkraiburg erreicht: Seit gestern sind auch Zusteller in Waldkraiburg im Ausstand. Foto re
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Der Poststreik hat Waldkraiburg erreicht: Seit gestern sind auch Zusteller in Waldkraiburg im Ausstand. Foto re

Die unbefristeten Streiks bei der Post haben jetzt den Landkreis erreicht. Seit gestern sind auch Mitarbeiter des Zustellungsstützpunktes Waldkraiburg im Ausstand.

Betroffen sind Postkunden in Waldkraiburg, Aschau, Heldenstein, Jettenbach, Kraiburg, Rattenkirchen, Reichertsheim und Taufkirchen. Sie werden vom Zustellungsstützpunkt Waldkraiburg bedient.

Waldkraiburg - Weitere vier Zustellstützpunkte im Postleitzahlenbereich 84/85 hat die Gewerkschaft Verdi nach eigenen Angaben am gestrigen Mittwoch in den unbefristeten Streik geholt, darunter - als bisher einzigen im Landkreis Mühldorf - auch Waldkraiburg. Verdi kündigt an, am heutigen Donnerstag weitere Stützpunkte zum Streik aufzurufen.

Wie Andreas Faltermaier in einer Pressemitteilung von Verdi mitteilt, befinden sich damit über 30 Stützpunkte in der Region 84/85 im Streik. Nach seinen Worten werden in den bestreikten Bereichen "höchstens 20 Prozent der üblichen Postmenge" an die Kunden ausgeliefert.

Diese Zahl der Gewerkschaft weist Ernst Nier, Pressesprecher der Post in München, zurück. Nicht 20 Prozent, sondern durchschnittlich 80 Prozent der Postmenge werde in den bestreikten Bereichen ausgeliefert.

Nach seinen Worten ist etwa die Hälfte der Zustellbezirke im Stützpunkt Waldkraiburg aufgrund des Arbeitskampfes nicht besetzt. Weil die Mitarbeiter, die weiter Dienst tun, weil sie im Beamtenstatus sind oder sich nicht am Streik beteiligen, mehr zustellen als bei ihren üblichen Touren und dank Aushilfs- und Abrufkräften werde aber deutlich mehr als die Hälfte ausgeliefert. hg

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