Politiker von Morgen

Gesprächsfreudig und ideenreich:Kinder im Alter von elf bis 15 halten Ministadtratsitzung im Rathaus ab. kom
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Gesprächsfreudig und ideenreich:Kinder im Alter von elf bis 15 halten Ministadtratsitzung im Rathaus ab. kom

Waldkraiburg – Einmal über die Politik in der Stadt mitbestimmen dürfen: Im Rahmen des Ferienprogramms haben interessierte Kinder aus Waldkraiburg und Kraiburg im Alter von elf bis 15 Jahren am Montag eine Ministadtratsitzung im Sitzungssaal des Rathauses mit Bürgermeister Robert Pötzsch abgehalten.

Aufwendig vorbereitet gab es für jeden Teilnehmer ein eigenes Mikrofon und ein persönliches Namensschild.

Anfangs musste natürlich der Helfer des Bürgermeisters bestimmt werden. In einer Wahl, die realitätsgetreu und geheim mit Wahlurne gestaltet wurde, stimmte die Mehrheit für Maxim Walter (11). Bevor es zu der Gruppeneinteilung und Besprechung der Themen der Tagesordnung ging, wurde er offiziell vom Stadtoberhaupt „vereidigt“ und musste auf die deutsche Verfassung schwören.

Die drei Gruppen besprachen anschließend in kleinen Runden ihre Standpunkte für die kommende Diskussion.

Das Haus der Jugend war das erste wichtige Thema; Erneuerungen von Spielgeräten und neue Veranstaltungen standen dabei im Mittelpunkt. Um die Finanzierung der Renovierungen zu ermöglichen, schlugen die Kinder vor, man könne Spenden sammeln, Feste organisieren oder Selbstgemachtes, wie etwa Kuchen, verkaufen.

Mit den Freizeitmöglichkeiten in der Stadt war der Ministadtrat größtenteils zufrieden, auch genügend Vereine stünden zur Auswahl.

Der letzte große Punkt auf der Tagesordnung war das „Sorgenkind Waldbad“. Die Kinder sprachen sich einstimmig für den Erhalt aus und hatten Ideen für eine Umgestaltung: So könne man etwa den Parkplatz ausweiten, indem man die Liegeflächen auf der Wiese verkleinert oder mit längeren Öffnungszeiten des Sprungturms und Wellenbeckens für mehr Unterhaltung sorgen.

Zum Schluss hatten die neugierigen Schüler noch einige Wünsche und Fragen an den Bürgermeister. Im Fokus standen dabei seine Freizeit und seine Kinder, aber auch Ideen für die Neugestaltung des Rathausplatzes, wie etwa ein Brunnen mit großer Wasserfontäne oder eine neue Tiefgarage, wurden präsentiert. Schließlich entließ Pötzsch die gesprächsfreudigen Buben und Mädchen zurück in die Ferien und gab ihnen als Präsent noch ein T-Shirt mit auf den Weg.

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