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Nach Bürgerbeschwerde und Referenten-Antrag

Parkplätze weichen den Radlern: Adlergebirgsstraße in Waldkraiburg soll sicherer werden

Horst Preibisch, 85-jähriger Vielradler, hatte sich im Herbst über die schlechte Kennzeichnung der Radstreifen unter anderem in der Adlergebirgsstraße beschwert. Jetzt will die Stadt die Gefahrenstellen nicht nur auffällig markieren, sondern die Radwege auch verbreitern.
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Horst Preibisch, 85-jähriger Vielradler, hatte sich im Herbst über die schlechte Kennzeichnung der Radstreifen unter anderem in der Adlergebirgsstraße beschwert. Jetzt will die Stadt die Gefahrenstellen nicht nur auffällig markieren, sondern die Radwege auch verbreitern.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Die Adlergebirgsstraße soll für Radfahrer sicherer werden. Das ist das erklärte Anliegen der Stadt Waldkraiburg. Der Bauausschuss hat sich auf einige Änderungen verständigt. Die bestehenden Radfahrstreifen sollen nicht nur breiter werden.

Waldkraiburg – Horst Preibisch, 85-jähriger Vielradler, hatte sich schon im vergangenen Herbst öffentlich beklagt, dass die Radmarkierungen an der Adlergebirgsstraße dringend erneuert werden müssten.

Bürgerbeschwerde und ein CSU-Antrag

Zuletzt hat Verkehrsreferent Harald Jungbauer (CSU) in einem Dringlichkeitsantrag an die Stadt vor wenigen Wochen darauf hingewiesen, dass der Abschluss der laufenden Arbeiten an der Fernwärmeleitung eine gute Gelegenheit wären, die Markierungen nicht nur neu aufzubringen, sondern auch wesentliche Änderungen vorzunehmen und damit eine Gefahrenstelle zu beseitigen.

Radfahrstreifen entspricht nicht mehr den geltenden Regeln

Denn die Führung des Radfahrstreifens am südseitigen Straßenrand entspreche nicht mehr den geltenden Regeln, so der Polizeibeamte. Vor gut einem Vierteljahrhundert waren entlang der Straße beidseitig Radfahrstreifen angelegt worden. Die Parkplätze auf der Südseite blieben zwischen der Friedländer und der Braunauer Straße erhalten.

Der Radlerstreifen wurde links daran vorbeigeführt. Nach dem Bau des Fachmarktzentrums W 11 wurde die Zahl der Parkplätze zwar auf fünf reduziert, allerdings der Radstreifen auf dieser Höhe in die Fahrbahnmitte verschwenkt.

Parkplätze waren ein Gefahrendherd

So entstand eine Gefahrenzone: Pkw-Fahrer, die einen der markierten Parkplätze nutzen wollen, müssen den Radweg überqueren. Beim Aussteigen öffnen sie die Fahrertüre in Richtung Radweg und betreten den Radfahrstreifen. Zum Glück werden diese Parkplätze kaum genutzt. Deshalb sollen sie nun ersatzlos wegfallen, und der Radweg künftig durchgehend an der rechten Farbahnseite verlaufen.

Künftig 1,85 Meter statt 1,50 Meter breit

Diese Forderung hat das von der Stadt beauftragte Ingenieurbüro Behringer in die Planung aufgenommen. Wie Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) ausführte, werden außerdem alle Gefahrenstellen mit einem thermoplastischen Belag rot markiert. Außerdem werden die Radwege auf beiden Seiten verbreitert – von bisher 1,50 auf 1,85 Meter.

Diskussion um Rotmarkierung

Nicht nur der Verkehrsreferent ist mit diesen Plänen zufrieden. Auch Dr. Frieder Vielsack, UWG-Fraktionssprecher, begrüßte es, dass Fahrrad- und Autoverkehr gleichgestellt würden. Er regte an, auch die Bereiche die den Einmündungen von den Geschäftsflächen gegenüber liegen, rot zu markieren.

Lesen Sie auch: Wegen Sicherheit der Radler – Waldkraiburger Stadträte wollen vier Parkplätze verhindern

Das führe dazu, dass fast der gesamte Radstreifen markiert werde. Das reduziere die Wahrnehmbarkeit der besonders gefährlichen Stellen, wandte der Bauamtsleiter ein. Das ist auch eine Kostenfrage: Denn der Belag für den kompletten Radweg kostet nach Angaben der Stadt 180 000 Euro.

Zebrastreifen hat wohl keine Chance

Auch ein weiterer Vorschlag Vielsacks, auf Höhe der Verkehrsinsel einen Zebrastreifen anzubringen, fand kein Gehör. Dafür fehlen laut Jungbauer und seinem Fraktionskollegen Karl Heinz Stocker die rechtlichen Grundlagen. „Dafür gibt es hohe Vorgaben. Das kriegen wir nicht durch“, so Stocker. Eine weitere Verkehrsinsel auf Höhe der Ausfahrt vom Netto-Parkplatz sei eher möglich, meint Jungbauer.

Geschätzte Kosten: 42 600 Euro

Einstimmig hat der Ausschuss die Planung des Ingenieurbüros für die Adlergebirgsstraße vom Kreisverkehr an der Teplitzer Straße bis zur Einmündung der Berliner Straße gebilligt. Nach einer Schätzung belaufen sich die Kosten für die Änderungen auf 42 600 Euro. Dort wo die Fernwärmeleitungen verlegt wurden, tragen die Stadtwerke die Kosten.

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