Der Osterhase darf raus

„Pingu ist krank. Er hat Corona.“ Jetzt also hat es das niedliche plüschige Kaiserpinguin-Küken der Tochter erwischt.

Husten und Schnupfen plagen das Tierchen, das Greta seit Tagen kaum mehr aus den Augen lässt.

Unsere Kinder wissen, dass Corona eine schlimme Krankheit ist und Forscher erst noch eine Medizin dagegen finden müssen. So haben sie es uns sogar selbst erklärt. Sorgen machen sie sich nicht, genervt sind sie. Denn „dieses Corona“ vermasselt ihnen gerade so ziemlich alles, was Spaß macht.

Schnell mit Papa zum Bälle Kicken auf den Bolzplatz – gestrichen. Nachmittags zum besten Freund – fällt flach. In den Ferien ein paar Tage zu Oma und Opa fahren – geht nicht. Und alles nur „wegen Corona“. Stattdessen zeigt der Rasen längst deutliche Spuren vom Fußballspielen, die Kinder müssen sich mit einem Plausch mit dem Nachbarskind über die Dorfstraße hinweg trösten, Oma und Opa sehen die beiden vorerst nur im Videochat.

Da taucht natürlich irgendwann die berechtigte Frage auf: Darf der Osterhase raus? Ja, der darf. Das hat sogar die Münchner Polizei auf Twitter einem Kind bestätigt. „Der Osterhase ist schlau und verbindet das Verstecken von Ostereiern mit der Bewegung an der frischen Luft.“ Außerdem würde er auf den Mindestabstand achten und was ganz wichtig ist: „Er wäscht sich vorher und im Anschluss seine Pfoten.“ Dann kann Ostern ja kommen.

Die gute Fürsorge von Greta macht sich übrigens bezahlt: Pingu geht es schon wieder besser, auch wenn sein linker Flügel noch verstaucht ist. Aber das kommt wohl eher von einem Sturz bei einem wilden Ritt auf der Schaukel als vom Coronavirus. In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund.

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