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Hinter den Kulissen

„Die Sicherheit ist das Wichtigste“: Ein Wiesn-Rundgang mit den Waldkraiburger Volksfestmachern

Auf dem Waldkraiburger Volksfest sind sie eigentlich nie als Privatperson unterwegs: Die beiden Volksfestmanager Norbert Meindl (links) und Moritz Althammer.
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Auf dem Waldkraiburger Volksfest sind sie eigentlich nie als Privatperson unterwegs: Die beiden Volksfestmanager Norbert Meindl (links) und Moritz Althammer.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Während die einen zum Feiern und Spaß haben aufs Volksfest gehen, geht für die anderen die Arbeit weiter. Denn die Organisation für das Volksfest ist für die Manager Norbert Meindl und Moritz Althammer erst dann abgeschlossen, wenn das Fest vorbei ist. Wir haben Sie bei ihrem täglichen Rundgang begleitet.

Waldkraiburg – Eine lockere Abdeckung am Boden fällt Moritz Althammer und Norbert Meindl gleich am Eingang auf. Das darf so nicht bleiben, weil sie sonst für die Besucher des Waldkraiburger Volksfestes schnell zur Stolperfalle werden kann. Eine von vielen Aufgaben, mit denen die beiden Volksfestorganisatoren noch während des Betriebs zu tun haben.

Wenn Norbert Meindl und Moritz Althammer auf dem Volksfest sind, sind sie das in seltensten Fällen privat. Sie sind hier die Ansprechpartner, wenn irgendwas nicht so ist wie es sein sollte. Oft geht es nur um Kleinigkeiten, Autos anders parken zum Beispiel. Oder dass die Absperrung um die benachbarte Skater-Anlage stets richtig geschlossen sein sollte. Oder sie packen schon mal mit an, um den Kinder-Kletterbaum aufzubauen.

Manchmal können aber auch Kleinigkeiten große Auswirkungen haben: „Wir wurden darum gebeten, dass die Mülleimer öfter geleert werden. Zu volle Mülleimer hinterlassen bei den Besuchern keinen guten Eindruck“, sagt Norbert Meindl.

Jeden Tag vor Ort

Jeden Tag sind die beiden vor Ort, reden mit Sicherheitskräften und Schaustellern, ob alles passt, ob irgendwo nachjustiert werden muss. Nach der Corona-Pause hat man die Sicherheit auf dem Platz erhöht. Zu ungewiss war, wie die Besucher das Volksfest annehmen. „Die Sicherheit ist das Wichtigste auf dem Platz. Noch vor der Attraktivität“, sagt Norbert Meindl.

So perfekt wie möglich organisieren

Nicht nur sicher-, sondern auch wohlfühlen sollen sich die Besucher. Deshalb sei der Ansporn auch, das Volksfest so perfekt wie möglich zu organisieren. Dafür gebe es auch schon mal von Besuchern ein Lob, wenn man sich auf dem Festplatz trifft.

Hier ist Norbert Meindl bekannt wie ein bunter Hund. Seit 1988 ist er miteingebunden, seit 1997 ist er für die Organisation des Volksfestes verantwortlich. Nach ihm soll Moritz Althammer übernehmen, der dieses Jahr von Anfang an in die Organisation eingebunden war. „Ich bin hier gut von allen Beteiligten aufgenommen worden und bekomme die Unterstützung aller am Platz“, sagt er.

Die braucht es schon mal, gerade wenn kurz vor Beginn umgeplant werden muss. Das Fahrgeschäft „The King“ konnte wegen Personalmangels nicht nach Waldkraiburg kommen, damit hatte sich eine Lücke auf dem Festplatz aufgetan, die gefüllt werden musste. „Neben Waldkraiburg haben parallel noch drei andere Volksfeste nach großen Fahrgeschäften gesucht“, sagt Meindl. Ein ähnlich großes Fahrgeschäft ließe sich zwar auf die Schnelle nicht mehr organisieren, aber mit Unterstützung der Schausteller haben man noch jemand Anderem einen Platz anbieten können.

In der Konsequenz musste der Aufbauplan den neuen Gegebenheiten angepasst werden. „Das Fahrgeschäft ‚Popstars‘ wurde eine Woche lang nicht aufgebaut, weil wir noch klären wollten, ob wir den Platz dafür noch optimieren können“, erklärt Meindl.

Während sich die Fahrgeschäfte noch drehen und die Besucher Lose ziehen oder Dartpfeile auf Luftballons werfen, machen sich Meindl und Althammer schon Gedanken für das nächste Volksfest. Welches Fahrgeschäft passt nach Waldkraiburg? Womit lässt sich die Spaß-Nachfrage für das ganze Klientel abdecken? „Ein partnerschaftliches Verhältnis zu den Schaustellern ist ungemein wichtig. Das muss man sich erst aufbauen“, sagt Meindl. Der Betreiber von „Crazy Jungle“ zum Beispiel sei normalerweise nicht in Bayern unterwegs.

Noch bevor Norbert Meindl und Moritz Althammer den Rundgang am Morgen beenden, ist die lockere Abdeckung fixiert. Für‘s nächste Jahr weiß man Bescheid.

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