Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Neue Diskussionen

Die unbefriedigende Hotelsituation in Waldkraiburg ist ein Thema, das die Stadt seit mindestens zwei Jahrzehnten begleitet. Auch im jüngsten Kulturausschuss sorgte sie für Diskussionen.

Waldkraiburg - Anlass für die Diskussionen im Ausschuss war die öffentliche Kritik, die Hansjörg Malonek am Service, beziehungsweise hinsichtlich der Flexibilität bei den Buchungszeiten am City Hotel und am Hotel Trasen geübt hatte (wir berichteten). Das Haus der Kultur arbeite "bestens mit dem City-Hotel" zusammen und empfehle Agenturen das Hotel als Übernachtungsmöglichkeit, so Malonek, der in der Kulturabteilung für den Veranstaltungsbereich zuständig ist. Er sprach von guten Kontakten zum Hotel. Zugleich berichtete er aber über Beschwerden von Künstlern, die mit Zimmern oder Service nicht zufrieden seien.

Das Haus der Kultur habe einen guten Ruf in der Szene, aufgrund der Organisation und Betreuung der Künstler und des begeisterungsfähigen Publikums, pflichtete Kulturabteilungsleiter Peter Hegwein bei. Der gute Eindruck, den Waldkraiburg bei Künstlern und Tourbegleitern hinterlässt, werde aber häufig durch die Übernachtung getrübt. Die Folge: Die Agenturen suchen sich Übernachtungsmöglichkeiten außerhalb.

Mitarbeiter des City Hotels, die die Sitzung als Gäste verfolgten, konnten die Kritik nicht nachvollziehen. Mit Künstlern gebe es kaum Probleme. Sie würden bevorzugt behandelt. An stark gebuchten Tagen Restkapazitäten freizuhalten, sei schwierig. Maximal 60 Gäste kann das City-Hotel in 18 Einzelzimmern, sieben Doppelzimmern, sechs Suiten und einen Appartement aufnehmen. 18 Zimmer gibt es im Hotel Trasen zur Verfügung.

150 bis 200 Übernachtungen vermittelt das Haus der Kultur laut Hansjörg Malonek pro Jahr, dazu kommen weitere Übernachtungen, die Agenturen direkt buchen. Für große Ensembles mit bis zu 80 und 100 Personen, etwa bei Operngastspielen, gibt es in Waldkraiburg keine Unterbringungsmöglichkeit. Sie übernachten in Hotels in München oder im Flughafenbereich.

Und Peter Hegwein ergänzte im Blick auf die Nutzung des Hauses für Tagungen und Veranstaltungen von Unternehmen, der Kontakt zu den örtlichen Firmen sei gut, aber "wir kommen über die Schwelle der regionalen Unternehmen nicht hinaus", solange es kein weiteres Hotel mit einer größeren Kapazität gibt.

Er bekomme dieses Thema bei jedem Firmenbesuch "aufs Butterbrot geschmiert", sagte Bürgermeister Siegfried Klika, der an ein Gutachten im Auftrag der Stadt erinnerte, wonach ein neues 80-Betten-Haus in Waldkraiburg möglich sei.

Im City-Hotel sieht man dies im Blick auf die aktuelle Auslastung allerdings nicht als realistisch an.

Die Stadt sei immer wieder mit Investoren im Gespräch, so Klika. Bislang erfolglos. Sein Anliegen ist deshalb, die Probleme, die das Kulturamt angesprochen habe, soweit möglich mit den vorhandenen Ressourcen zu lösen. Der Bürgermeister will deshalb mit den Betreibern der beiden Hotels Gespräche führen. Es gehe nicht um ein "Kesseltreiben gegen die Hotels", das Anliegen sei vielmehr, gemeinsam Verbesserungen herbeizuführen. hg

Kommentare