Netzsch zieht um – Werk 1 wird abgerissen

Im ersten Quartal 2021 soll der Spatenstich sein, drei Jahre später soll alles am Standort in der Geretsrieder Straße vereint sein. So sieht es der Zeitplan des Unternehmens vor.
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Im ersten Quartal 2021 soll der Spatenstich sein, drei Jahre später soll alles am Standort in der Geretsrieder Straße vereint sein. So sieht es der Zeitplan des Unternehmens vor.

Waldkraiburg – Für das erste Quartal 2021 kündigt Jens Heidkötter, Geschäftsführer der Netzsch Pumpen & Systeme GmbH, den Spatenstich für die neue Produktionshalle samt Verwaltungs- und Büroeinheiten auf dem Firmengelände an der Geretsrieder Straße an.

Die neue Einheit ist das Kernstück eines 50 Millionen Euro teueren Investitionspakets am Standort Waldkraiburg. Wenn alles nach Plan läuft, werden im Frühjahr 2024 alle Mitarbeiter an der Daimlerstraße arbeiten.

Heidkötter und sein Geschäftsführerkollege Felix Kleinert sind überzeugt, dass sie mit der modernen neuen Einheit effizienter arbeiten können und Netzsch in Zeiten des Arbeitskräftemangels ein „Signal gibt, dass wir ein noch attraktiverer Arbeitgeber werden.“

Die Investitionsentscheidung der Gesellschaftsversammlung des Unternehmens markiert in jedem Fall eine Zäsur in der Standortgeschichte des Unternehmens, das seit Anfang der 1960er-Jahre mit Waldkraiburg verbunden ist. Denn: das Werksgelände an der Liebigstraße wird das Unternehmen aufgeben. „Das Werk I wird abgerissen.“ Ein 1,6 Hektar großes Areal, mitten in einem Wohngebiet, steht damit für eine neue Nutzung zur Verfügung.

„Die Gespräche mit der Stadt über die Zukunft dieser Fläche laufen“, so Heidkötter. Was damit passiert, sei „noch nicht spruchreif“, sagt Bürgermeister Robert Pötzsch. Die Entwicklung werde in enger Abstimmung mit der Firma erfolgen.

Was sich bereits abzeichnet: „Auf keinen Fall soll es wieder eine gewerbliche Nutzung dort geben. Es wird sicher in Richtung Wohnbebauung gehen.“ In der Umgebung des Werk I bestehe sowohl Geschosswohnungsbau wie eine Einzel- und Reihenhausbebauung, „in abgestimmter Form“. Daran könne man anknüpfen.

„Ich bin sehr dankbar, dass Netzsch gerade in dieser schwierigen Zeit eine so wegweisende Entscheidung trifft.“ Die Stadt sei der Firma zuletzt bei der Parkplatzfrage am Werk II wie in der Diskussion um die Erweiterung einer Gewerbefläche nördlich der Daimler straße entgegengekommen. Dieses Vertrauen in das Unternehmen werde nun belohnt. „Die Firma steht zu ihrem Wort.“

Zustimmung kam auch von Landrat Maximilian Heimerl, der die Bedeutung für den Landkreis herausstellte. „In dieser Zeit, in der die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise noch nicht absehbar sind, ist es umso erfreulicher, dass Netzsch mit Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber in die Modernisierung des Unternehmens investiert.“

...und Felix Kleinert. Netzsch
Die Geschäftsführer: Jens Heidkötter...

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