Netzsch: Rauschendes Fest zu Jubiläum

Mit über tausend Gästen aus mehr als 60 Nationen feierte die Firma Netzsch ein rauschendes Fest zum Doppeljubiläum des Unternehmens: Dazu gratulierte auch Staatsminister Marcel Huber (linkes Bild oben/Mitte), im Gespräch mit Geschäftsführer Felix Kleinert/links und dem Geschäftsführenden Gesellschafter der Netzsch-Gruppe, Dr. Otto Max Schaefer. Die Gäste im wunderschon dekorierten Festzelt wurden mit einem Showprogramm einer Künstlertruppe um Rudi und Renate Stey unterhalten und gastronomisch verwöhnt.
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Mit über tausend Gästen aus mehr als 60 Nationen feierte die Firma Netzsch ein rauschendes Fest zum Doppeljubiläum des Unternehmens: Dazu gratulierte auch Staatsminister Marcel Huber (linkes Bild oben/Mitte), im Gespräch mit Geschäftsführer Felix Kleinert/links und dem Geschäftsführenden Gesellschafter der Netzsch-Gruppe, Dr. Otto Max Schaefer. Die Gäste im wunderschon dekorierten Festzelt wurden mit einem Showprogramm einer Künstlertruppe um Rudi und Renate Stey unterhalten und gastronomisch verwöhnt.

60 Jahre Netzsch Mohnopumpen, 50 Jahre am Standort Waldkraiburg - mit einem rauschenden Fest feierte das mittelständische Unternehmen am Wochenende dieses Doppeljubiläum. Der Blick wurde dabei nicht nur auf eine erfolgreiche Vergangenheit gerichtet, sondern auf eine Zukunft, die das Unternehmen mit berchtigtem Optimismus angeht.

Waldkraiburg - Über tausend Gäste aus mehr als 60 Nationen waren gekommen, um im festlich geschmückten und dekorierten Zelt auf dem Volksfestplatz mitzufeiern: Kunden und Gesellschafter, Vertreter aus der Politik, Lieferanten und natürlich die Mitglieder der "Netzsch-Familie", Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter am Standort Waldkraiburg und Vertreter der Belegschaften von den weiteren Standorten des Unternehmens in aller Welt.

Mit gerade einmal zwölf Mitarbeitern fing der Pumpenhersteller vor einem halben Jahrhundert nach der Verlagerung von Frankfurt in Waldkraiburg an. Heute beschäftigt das Unternehmen am Standort nahezu 500 Mitarbeiter. 1500 bis 2000 Menschen "finden hier ihr Brot", so Dr. Hanns-Peter Ohl, Mitglied der Geschäftsleitung der Netzsch-Gruppe, der zusammen mit dem Geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Otto Max Schaefer auf die Firmengeschichte zurück schaute. Schaefer erinnerte an die wichtigen unternehmerischen Weichenstellungen durch die Väter des Unternehmens, Erich Netzsch, der das Werk in Waldkraiburg gegründet hatte ("Ein Investment, das belohnt und vielfach zurück gezahlt wurde.") und später Wolfgang und Thomas Netzsch, die das Unternehmen schon früh global aufgestellt hatten.

Ende der 90er-Jahre wurde Felix Kleinert als Geschäftsführer des Pumpenherstellers an Bord geholt. Dieser habe Netzsch in Waldkraiburg nach einer Krisenphase wieder auf die Erfolgsspur gebracht, stellte Schaefer unter Beifall fest.

Felix Kleinert und Jens Niessner, der ihm seit Anfang des Jahres als Geschäftsführer zur Seite steht, zeichneten in ihrer Ansprache das Bild eines Unternehmens, das mit großem Optimismus in die Zukunft geht. Die Waldkraiburger Gesellschaft ist Kopffirma eines globalen Unternehmens mit 27 Tochtergesellschaften auf fünf Kontinenten. Eigene Produktionswerke gibt es in Brasilien, USA, China und Indien. Weltweit beschäftigt das Unternehmen etwa 1700 Mitarbeiter. Das Geschäftsjahr 2011/2012, das in dieser Woche zu Ende geht, beschließt es mit einem Rekordumsatz von deutlich über 200 Millionen Euro. "Wir sind voll im Plan", so Niessner im Blick auf das ehrgeizige Ziel einer Fünf-Jahres-Strategie, bis 2016 den Umsatz zu verdoppeln.

Große Hoffnungen ruhen auf einer Neuentwicklung: die Drehkolbenpumpe "TORNADO T2", mit der Netzsch sein Produktspektrum erweitert. Aus diesem Anlass wird das Unternehmen zum 1. Juli den Namen ändern: von Netzsch Mohnopumpen in Netzsch Pumpen & Systeme GmbH.

Verstärkte Investitionen sind mit der Unternehmensstrategie verbunden. Von weltweit 25 Millionen fließen im neuen Geschäftsjahr 13 Millionen Euro in den Standort Waldkraiburg, kündigen die Geschäftsführer an.

Ihre Anerkennung für die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens und die Treue zum Standort brachten die Vertreter der Politik zum Ausdruck. Tragendes Erfolgskriterium bei Netzsch sei, so Bürgermeister Siegfried Klika, die Devise: "Im Zentrum steht der Mensch." Die Firma, die in Waldkraiburg leistungsfähige und engagierte Mitarbeiter vorgefunden habe, sei heute stabiler Faktor des erfolgreichsten Industriestandortes im Landkreis.

Die herausragende Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Deutschland liege nicht an 30 Dax-Unternehmen, sondern an mittelständischen Unternehmen wie Netzsch, sagte Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer.

Umweltminister Dr. Marcel Huber, der bei der Eröffnung der weltweit führenden Fachmesse IFAT in München auch den "umlagerten" Stand der Firma Netzsch besucht hatte, brachte seine Anerkennung für die Entwicklungsleistung bei der neuen "T2" zum Ausdruck: Der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands beruhe darauf, "immer ein bisschen besser, ein Stückchen schneller und innovativer als andere zu sein".

Landrat Georg Huber sieht einen Schlüssel zum Erfolg darin, dass sich Netzsch als deutsches Unternehmen mit internationaler Präsenz verstehe. Mit den geplanten Investitionen würden qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. Auch Stadt und Landkreis profitieren von diesem "Bekenntnis zum Standort".

Der weltweiten Präsenz des Unternehmens trug das Showprogramm der Stey Production Rechnung. Rudi und Renate Stey nahmen die Gäste im Zelt zusammen mit 50 Sängern, Tänzern, Akrobaten, Zauberern und Technikern auf eine musikalische Weltreise mit deutschen Schlagern und Evergreens, Musical-Melodien, Showacts vom Broadway bis Las Vegas, nach Asien mit. Brasilianische Samba-Tänzerinnen sorgten zum Finale für südamerikanisches Flair bei dieser Feier, die bis spät in die Nacht mit Musik, Tanz und Gesprächen andauerte. hg

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