Hauptausschuss spricht sich für Jugendsozialarbeit in der Grundschule an der Graslitzer Straße aus

Näher an den Schülern

Waldkraiburg - Die Grundschule an der Graslitzer Straße wird als erste Grundschule Waldkraiburgs ab dem nächsten Schuljahr eine Halbtagesstelle für Jugendsozialarbeit bekommen. Einstimmig hat sich der Haupt- und Finanzausschuss dafür ausgesprochen, dass die Stadt die notwendigen Mittel dafür bereitstellt.

An den beiden Mittelschulen Waldkraiburgs sind bereits seit längerer Zeit Jugendsozialarbeiter im Einsatz. Die Erfahrungen mit diesem Modell sind ausgezeichnet. Sozialarbeiter, beziehungsweise -pädagogen können anders als Lehrer auf die Probleme der Schüler eingehen. Darin waren sich die Kommunalpolitiker einig.

Nun will der Landkreis auch zwei Halbtagsstellen an Grundschulen einrichten, eine davon in Mühldorf. Um die zweite Stelle bewirbt sich die Stadt Waldkraiburg.

Pro Jahr kostet diese Stelle etwa 26500 Euro. Bis 2013 fließen dafür Bundesmittel in Höhe von 8180 Euro aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Anteile in gleicher Höhe haben der Landkreis als Träger und die Stadt zu übernehmen.

Wie Reinhard Schmid, der Leiter des Ordnungs- und Sozialamtes im Rathaus, erklärte, besteht die Möglichkeit, dass der Freistaat ab 2014 den Anteil des Bundes übernimmt. Andernfalls erhöht sich der städtische Anteil auf rund 15000 Euro.

Der Vorschlag, Sozialarbeiter auch in Grundschulen einzusetzen, stieß in der Sitzung auf große Zustimmung. Im Sinne der Prävention sei das gut aufgewendetes Geld, meinte der Fraktionsvorsitzende der CSU, Anton Sterr, der wie auch bei den Mittelschulen damit rechnet, dass bald andere Grundschulen sich für dieses Angebot interessieren. Allerdings kritisierten sowohl Sterr als auch Bürgermeister Siegfried Klika, dass die Kommunen herangezogen werden. Eigentlich sei die Jugendsozialarbeit an den Schulen staatliche Aufgabe und sollte, so Klika, längst Standard sein. ber

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