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Nachruf

Beliebter Lehrer mit 47 Jahren gestorben: Realschule Waldkraiburg trauert um Hannes Hoffmann

Hannes Hofmann
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Hannes Hofmann
  • Erika Fischer
    VonErika Fischer
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Er galt an der Realschule Waldkraiburg als ein überaus engagierter und beliebter Lehrer und Kollege: Hannes Hofmann, der mit nur 47 Jahren völlig unerwartet gestorben ist. Die Trauer bei Familie, Freunden und in der Schulgemeinschaft ist groß.

Waldkraiburg/Gars – Wie ein Lauffeuer machte selbst in den Ferien und zumindest im Lehrerkreis die unfassbare Nachricht die Runde: Kollege Hannes Hofmann ist verstorben. Im Alter von nur 47 Jahren erlag er einem Schlaganfall. Auch für viele Schülerinnen und Schüler, besonders aber für seine Klasse 10c am Beginn des neuen Schuljahrs im September, ist sein Tod ein Schock.

Im Bereich Ausbildung und Berufsorientierung viel bewegt

Als Leiter der Fachschaft Wirtschaftswissenschaften verstand er es nicht nur, seinen Klassen Wissen zu vermitteln, sondern sie so zu motivieren, dass sich Erfolgserlebnisse einstellten, die wiederum Freude und Spaß aufkommen ließen. Nachdem er von seiner Kollegin Irmgard Westermair 2015 die Bereiche Ausbildung und Berufsorientierung übernommen hatte, legte er besonderen Wert auf gute Kontakte mit regionalen Firmen und Institutionen.

So wurden Experten zu Berufsinformationstagen eingeladen, bevorzugt in Begleitung ehemaliger Realschüler, die inzwischen gute Posten innehaben, 2021 zum ersten Mal im Online-Format. Seit 2019 bestand außerdem eine von ihm mit initiierte Bildungspartnerschaft mit den Firmen ODU und Netzsch, um so möglichst vielen Jugendlichen Wochenpraktika mit betrieblicher Ausbildung zu bieten.

Die Belange der Schule vertreten

Daneben vertrat Hofmann als BRLV-Ortsvorsitzender die Belange seiner Schule als Delegierter beim Landesrealschultag. Lange Jahre war er Personalratsvorsitzender an der Realschule, was für seine große Beliebtheit im Kollegium spricht. Die wurde sicher auch gefördert durch seine Bierbraukurse und seine kräftige Bassstimme, mit der er den Lehrerchor verstärkte.

Seine Kollegin Irmgard Westermair beschreibt den Verstorbenen als „absolut loyal. Wichtig war für ihn, dass seine Schüler gut abschnitten.“ Dutzende zusätzliche Übungsblätter habe er vor der Abschlussprüfung entworfen. Wie wichtig ihm die Schüler waren, zeigen die Abschiedsworte, die er seinen Entlassschülerinnen einmal mit auf den Weg gab: „„Macht es gut, Mädels, euer Papa Hofmann!“

Famileinmensch und guter Nachbar

Als der gebürtige Oberpfälzer 2002 in Waldkraiburg als Lehrer eine Anstellung fand und seine Frau Maria an der Realschule Haag beschäftigt war, kam im selben Jahr Tochter Franziska zur Welt. Ihr folgten die Schwestern Theresa 2005 und Veronika 2009.

Hannes Hofmann pflegte in Gars-Bahnhof, wo er wohnte, nicht nur nachbarschaftliche Beziehungen. Er war bekannt als leidenschaftlicher Koch und Likörbrauer, ein ausgesprochener Familienmensch. Dazu half er regelmäßig jedes Jahr in den Ferien seinem Bruder, der den väterlichen Bauernhof geerbt hatte. fis

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