Nachruf auf Armin Kinzel aus Kraiburg

Armin Kinzel†

Nachruf auf Armin Kinzel aus Kraiburg

Kraiburg – Er war ein „eingefleischter Wanglbacher“ und lebte gerne in Kraiburg, die ihm sehr am Herzen lag: Nun nahm eine große Trauergemeinde Abschied von Armin Kinzel, der viel zu früh im Alter von erst 47 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben ist.

Nicht nur als treuer „Bayern-Fan“ war Armin bekannt – er brachte sich seit Jahrzehnten in vielen Belangen seiner Heimat aktiv mit ein. Sein Interesse am Fußball bezeugte er auch als Trainer der Jugendmannschaft Ende der 90er-Jahre. Als treues Mitglied war er zeitweise Fähnrich beim TV Kraiburg. Auch die Kommunalpolitik war ihm nicht egal. So wirkte er als langjähriges SPD-Mitglied einige Zeit als stellvertretender Ortsvorsitzender.

Auch bei der Narrengilde machte er sich nützlich und war bei der Gründung des Nachwuchsbereiches 1998 der erste Kinderhofmarschall, zudem mehrere Jahre im Hofstaat. Dass seine jetzt neun- und zehnjährigen Mädchen beim Gardetanz mitmachten, freute ihn besonders und so verkörperte er in den letzten Jahren einen engagierten „Garde-Papa“. Ebenso betätigte er sich im Elternbeirat des Kindergartens und der Schule. Er liebte die Geselligkeit und kam zum „Unterbräu-Stammtisch“, wo es Fußball-Gespräche gab und er zur Bundesliga-Tippgemeinschaft dazu gehörte.

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Geboren wurde Armin Kinzel am 23. Oktober 1972 in Mühldorf. In Wanglbach wuchs er mit bei seinen Eltern mit seinem jüngeren Bruder Christian auf. Seit vielen Jahren war er mit seiner Frau Margret glücklich verheiratet. Besondere Freude bereiteten ihm die Kinder Emily, Caroline und Lisa, denen er ein liebevoller Vater war.

2017 hat ihn eine schwere Krankheit heimgesucht, von der er sich zwischenzeitlich erholt hatte und die Anfang des Jahres wieder ausgebrochen ist. Viele Krankenhausaufenthalte hatte er zu bewältigen, bis er die letzten Wochen im Hospiz in Vilsbiburg gut umsorgt verbrachte. So war es ihm noch vergönnt, dass er vor rund einem Monat zu einem Bayern-Spiel in die Allianz-Arena gefahren wurde. „Das Spiel war nicht gut, aber die Atmosphäre toll!“, freute sich Armin, der bis zuletzt seinen Humor nicht verloren hat.

Nach der Beerdigung im Familienkreis zelebrierte Pfarrer Michael Seifert das Requiem in der Marktpfarrkirche, musikalisch umrahmt von der Blaskapelle.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass sich jemand noch so für die Jugend einsetzt. Auch am Aufbau des damaligen Jugend-Zentrums war Armin vorne mit dabei“, lobte Bürgermeister Dr. Herbert Heiml das Engagement Kinzels. Werner Schreiber dankte als TV-Vorstand und im Namen der SPD dem Verstorbenen sowie Peter Esterer von der Tipp-Gemeinschaft. Gerald Seidinger als Produktionsleiter der SGF würdigte Armins rund 20-jährige Arbeitskraft in der Firma. bac

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