Nach Messerattacke in Waldkraiburg: Polizei durchkämmt Tatort

Bisher war er auf der Flucht – nun hat ihn die Polizei erwischt: Ein 39-jähriger Waldkraiburger gilt als tatverdächtig am späten Samstagabend, dem 19. Oktober, einen 41-Jährigen lebensgefährlich verletzt zu haben. Das Opfer überlebte nur dank einer Not-OP. Die Polizei sucht nach der Tatwaffe.

Update 25. Oktober: Polizei sucht die Tatwaffe

Die Ermittlungen zur Messerstecherei, bei der am Samstag ein 41-jähriger Waldkraiburger schwer verletzt wurde, dauern an. Am Donnerstag war erneut ein großes Polizeiaufgebot mit etwa 60 Beamten vor Ort, um das Gelände rund ums Kino weiträumig abzusuchen.

Auf der Suche nach Drogen, nach der Tatwaffe oder anderen Beweismitteln? Die Polizei macht dazu keine Angaben. Die Auswertung der Spuren sei sehr zeitintensiv, so eine Sprecherin. Die Polizei war augenscheinlich mit Metalldetektoren auf Spurensuche. Der mutmaßliche Täter, ein 39-jähriger Mann aus Waldkraiburg, wurde am Mittwoch in Aschau festgenommen. Er ist nach Informationen unserer Zeitung mehrfach vorbestraft.

Waldkraiburg – Nach der Messerstecherei mit einem schwer verletzten 41-jährigen Mann am Samstagabend meldet die Polizei nun einen Fahndungserfolg. Der Tatverdächtige wurde am Dienstagvormittag in Aschau am Inn festgenommen. 

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Dabei bleiben die Hintergründe zu der Tat weiter unklar. Fest steht, dass der 41-Jährige mit dem mutmaßlichen Täter, einem 39-jährigen Deutschen, vor einem Lokal am Parkplatz des Kinos Waldkraiburg in Streit geraten war. Hierbei soll laut Polizei einer der Männer ein Messer gezückt haben und damit auf den anderen losgegangen sein. 

Notoperation rettet Opfer 

Das 41-jährige Opfer wurde durch mehrere Stich- und Schnittverletzungen lebensgefährlich verletzt. Dank sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen und einer Notoperation konnte das Leben des Opfers gerettet werden. Der Täter flüchtete.

Das 41-jährige Opfer wurde durch mehrere Stich- und Schnittverletzungen lebensgefährlich verletzt.

War die Suche nach dem 39-Jährigen am Montag noch ergebnislos, konnte der dringend Tatverdächtige am Dienstag von Beamten der Kripo Mühldorf mit Unterstützung von Kräften der Polizeiinspektion Waldkraiburg und eines Diensthundeführers der Operativen Einsatzdienste Traunstein in Aschau festgenommen werden. 

Haftbefehl erlassen

Der Waldkraiburger sei in der Vergangenheit bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten, teilt die Polizei mit. Er wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft umgehend einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ, und kam daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt. 

Nun gilt es für die ermittelnden Beamten unter anderem, den genauen Tatablauf zu rekonstruieren und die zahlreichen Spuren auszuwerten, die am Tatort gesammelt worden waren. Dort hatten sich am Samstagabend dramatische Szenen abgespielt. 

Der Geschäftsführer des Lokals hatte den schwer verletzten Mann gefunden und mit einem Bekannten sowie Mitarbeitern Erste Hilfe geleistet, den Krankenwagen und die Polizei verständigt und damit einen Großeinsatz ausgelöst. 

Täter aus dem Drogenmilieu?

Augenzeugenberichten zufolge waren in kürzester Zeit „20, vielleicht 30 Beamte vor Ort“, um das Gelände rund um das Kino, in dem sich auch der Club und ein weiteres Lokal befinden, weiträumig abzuriegeln und nach dem Täter zu suchen. Auch ein Hubschrauber kam zum Einsatz. Wie Recherchen unserer Zeitung ergeben haben, bringen Nachbarn den mutmaßlichen Täter mit Drogen in Verbindung. Nicht nur als Konsument, sondern auch als Dealer.

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