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Positives bewirken

Nach 26 Jahren ist Schluss: Günter Ebenbeck zieht sich aus Waldkraiburger Kolping-Vorstand zurück

17 Jahre war Günter Ebenbeck im Vorstand der Kolping-Familie tätig, mittlerweile hat er sich davon zurückgezogen, will sich aber weiterhin ehrenamtlich engagieren.
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17 Jahre war Günter Ebenbeck im Vorstand der Kolping-Familie tätig, mittlerweile hat er sich davon zurückgezogen, will sich aber weiterhin ehrenamtlich engagieren.
  • VonUrsula Huckemeyer
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Waldkraiburg – Günter Ebenbeck will jetzt kürzer treten. Der 70-Jährige war 26 Jahre in der Vorstandschaft der Kolpingsfamilie tätig. 17 Jahre führte er als erster Vorsitzender den katholischen Sozialverband in Waldkraiburg. Dieses Amt übt nun Dr. Herbert Schwarz aus.

Wie kamen Sie zur Kolpingsfamilie und was hat Ihnen Ihr Engagement persönlich gebracht?

Günter Ebenbeck: Siegfried und Helga Klika stecken hinter meiner langjährigen Mitgliedschaft. Die Beiden haben mich nämlich einst angeworben. Seit Mai 1986 gehöre ich der Gemeinschaft an, die aus offenen und sozial eingestellten Menschen besteht. Der Umgang mit Gleichgesinnten ist und bleibt für mich eine persönliche Bereicherung. Zudem konnte ich meine Persönlichkeit durch verschiedene Weiterbildungen gut entfalten. Ohne die Kolpingsfamilie hätte ich wahrscheinlich nie Rhetorik-Kurse besucht oder Schauspielunterricht genommen. Gerade das Theaterspielen und die Kappenabende haben mich durchaus geprägt.

Was war Ihnen in den vergangenen Jahren besonders wichtig?

Ebenbeck: Das Wissen in meinem kleinen Umfeld Positives bewirken zu können, möchte ich hier besonders hervorheben. Ich konnte viele junge Menschen in ihr Erwachsen-Werden hinein begleiten. Es ist schön zu verfolgen, wie sich die jungen Leute Stück für Stück entwickeln. Ich erinnere mich an Bastel- und Werkstunden mit Kindern, die mittlerweile groß sind und selber Kinder haben. Das Theaterspielen lag und liegt mir ebenfalls sehr am Herzen. Auch bei den Kappenabenden war ich vom ersten Tag an mit Begeisterung dabei.

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Katholische Laienorganisationen leiden unter Nachwuchsmangel. Worin sehen Sie die Gründe? Haben Sie ein Rezept gegen diese Tatsache?

Ebenbeck: Die letzte Frage muss ich leider mit Nein beantworten. Wenn ich ein Rezept in der Schublade hätte, dann wären wir der erste soziale Verein ohne Mitgliederschwund. Was die Gründe anbelangt: Es wird einfach immer schwieriger Menschen langfristig für ehrenamtliche Arbeiten zu gewinnen. Kurzfristige Einsätze klappen meistens. Außerdem kommt bei kirchennahen Vereinen immer mehr die Kritik an der Amtskirche zur Sprache. Die Missbrauchsfälle spielen eine Rolle.

Warum sollten sich Ihrer Meinung nach junge oder auch ältere Menschen in der Kolpingsfamilie einbringen?

Ebenbeck: Ich fände es sehr schön, wenn sich viele Leute irgendwie und irgendwo gemeinnützig engagieren. In unserem Verband gibt es zahlreiche Möglichkeiten sich zu betätigen. Neben sozialen Projekten wie etwa die Rumänienhilfe veranstalten wir Vorträge, Treffen und Ausflüge. Es gibt bei uns also ein breit gefächertes und interessantes Angebot für jene, die sozial eingestellt sind und etwas für die Allgemeinheit tun möchten.

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In welcher Form werden Sie weiterhin tätig sein?

Ebenbeck: Bei den Kappenabenden bin ich sicherlich noch eingebunden. Zusätzlich übernehme ich wie bisher die Verantwortung für unsere 15 Altkleider-Container. Ob ich nächstes Jahr das Ferienprogramm erneut organisiere, steht noch nicht fest.

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