Mutig sein

Die Zahl schwirrt schon länger im Raum, aber am Ende des Jahres ist es traurige Gewissheit: Drei Millionen Euro Gewerbesteuer fehlen im Stadtsäckl.

Geld, mit dem am Anfang des Jahres noch jeder gerechnet hat, das jetzt aber nicht verfügbar ist.

Kein Wunder, dass da erst einmal bei manchen im Stadtrat die Alarmglocken schrillen. Schon geht die Diskussion los, was sich die Stadt noch leisten kann und soll. Zuerst die Pflicht und dann die Kür. Mit drei Millionen lässt sich schon einiges machen: Ungefähr ein Achtel des neuen Rathauses wäre schon gespart oder die Hälfte der Sanierungskosten für die Diesel-Grundschule oder das komplette Geld für einen kleinen Kindergarten.

Jetzt aber beschlossene Investitionen zu hinterfragen, weil die Gewerbesteuer einbricht, kann nicht der richtige Weg sein. Einnahmen aus der Gewerbesteuer waren schon immer ein Auf und Ab. Investitionen sollten danach bewertet werden, was getan werden muss und was der Stadt neue Chancen bietet und nicht nur unbedingt danach, was die Stadtkasse aktuell zulässt. Es braucht schon mal etwas Mut, um Großes zu bewegen.

Das fängt im Kleinen an, bei uns in der Redaktion ist es nicht viel anders. Heute bin ich diejenige, die mutig ist: Zum ersten Mal geht es für die Waldkraiburger Wochenschau in die Weihnachtsferien. Ein Novum seit Bestehen. In diesem Sinne wünsche ich frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Nach den Ferien geht es an gewohnter Stelle wieder weiter. Versprochen.

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