Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Kultur unter Corona-Vorbehalt

Musicals, Operetten und mehr: Bald hebt sich in Waldkraiburg der Vorhang wieder

Das Ballett „Dornröschen“ an Weihnachten wäre in der Saison 2021/22 einer der Höhepunkte des Programms im Haus der Kultur. Wenn nur Corona den Tänzern und Zuschauern keinen Strich durch die Rechnung macht.
+
Das Ballett „Dornröschen“ an Weihnachten wäre in der Saison 2021/22 einer der Höhepunkte des Programms im Haus der Kultur. Wenn nur Corona den Tänzern und Zuschauern keinen Strich durch die Rechnung macht.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
    schließen

Das Theaterabo wird zwar erneut ausgesetzt, doch Musical, Schauspiel und Operette im großen Saal im Waldkraiburger Haus der Kultur soll es im Herbst wieder geben. Wenn die CO2-Ampel auf Grün steht.

Waldkraiburg – Mit den Moonlightshows jeden Ferienfreitag draußen vor der Tür hat das städtische Kulturamt nach langer Pause auch im Sommer versucht, Flagge zu zeigen. Sein regionales Alleinstellungsmerkmal, die Theaterbühne im Großen Saal, will das Haus der Kultur im Herbst wieder ausspielen. Auch Musical, Schauspiel, Ballett, Oper und Operette sollen dann wieder zu sehen sein. Alexandra Lausmann und ihr Team wollen alles dafür tun, dass die Pandemie ihnen nicht doch wieder einen Strich durch die Rechnung macht.

Abo ein zweites Mal ausgesetzt

Das Theaterabo, das viele hundert Stammbesucher ans Haus der Kultur bindet, wird so wie 2020/21 allerdings erneut ausgesetzt. Lausmann sieht keine andere Möglichkeit. Auf keinen Fall solle das treue Publikum unter Druck gesetzt werden, sich in unsicheren Corona-Zeiten für oder gegen das Abonnement entscheiden zu müssen. „Das Abo ruht weiter. Die Plätze unserer Dauerkunden gehen nicht verloren oder werden anderweitig vergeben“, sagt sie.

Abonnentin: Im Herbst muss noch was nachkommen

Erika Fischer, Stammgast im Haus und Vorsitzende des Seniorenbeirates, teilt diese Meinung: „Für dieses Jahr ist es besser, noch einmal vorsichtig zu sein.“ Das Abo sollte erst 2022 wieder aufleben. Wie viele andere Stammgäste besteht aber auch Fischer drauf, dass „nach den Moonlightshows im Herbst schon noch etwas nachkommen muss“.

Dornröschen und die Csardasfürstin

Einzelveranstaltungen „in reduzierter Form“ sind laut Alexandra Lausmann in der nächsten Spielzeit geplant: das Ballett „Dornröschen“ zu Weihnachten etwa oder die Aufführung der Operette „Csardasfürstin“ als Neujahrskonzert. Nach fast zwei Jahren schmaler Kulturkost dürften auch Daniel Kehlmanns Stück „Reise der Verlorenen“ über ein jüdisches Flüchtlingsschiff im Jahr 1939, die Verdi-Oper „La Traviata“, Franz Lehars Operette „Land des Lächelns“, das Musical „Kein Pardon“ von Hape Kerkeling oder ein Gastspiel des Trentiner Bergsteigerchores den Geschmack vieler Zuschauer treffen.

Klassik-Reihe und Puppentheater

All das ist geplant, dazu eine Klassik-Reihe im kleinen Saal und Vorstellungen des Klick-Klack-Puppentheaters für die Kinder.

Im großen Saal sei das Ziel, Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen zu realisieren. Um ein Signal für größtmögliche Sicherheit und Gesundheitsschutz zu setzen, lässt die Stadt die Lüftungsanlagen im Haus zertifizieren (siehe Kasten). Die Aufstellung und Umsetzung eines attraktiven Saisonprogramms bleibt eine schwierige Aufgabe. Nach wie vor gelten Abstandsgebote und drinnen auch die Maskenpflicht. Und keiner weiß, wie sich die Infektions- und Inzidenzzahlen entwickeln, wie sich grade in dieser Woche wieder gezeigt hat. Dazu kommt, dass viele Ensembles und Tourneetheater ausgebremst wurden, weil sie nicht proben konnten.

Alle Festivals mit Künstlern aus Übersee ins Jahr 2022 verschoben

Traditionelle Festivals mit Künstlern aus Übersee, wie das American Cajun Festival, fällt von vorherein flach. Lausmann: „Das ist auf Wunsch der Agenturen alles von 2021 auf 2022 verschoben.“

Viele Anfragen von Firmen und Vereinen

Noch hat sie die Hoffnung, dass viele der aktuellen Pläne umgesetzt werden können. Und diese Hoffnung teilen nicht wenige Fremdveranstalter. „Unser Terminkalender ist bis Ende des Jahres schon sehr voll.“ Lausmann berichtet von Anfragen für Firmen-Weihnachtsfeiern, Vereinsveranstaltungen und Versammlungen. „Vieles steht natürlich unter Vorbehalt.“

Schon in den vergangenen Wochen und Monaten habe es aber vor allem Versammlungen im Haus gegeben. „Hygiene- und Schutzkonzepte haben wir für die Veranstalter entwickelt.“

Zertifizierte Lüftungsanlagen, CO2-Ampel im Saal und personalisierter Kartenvorverkauf

Um in Corona-Zeiten für größtmögliche Sicherheit der Besucher zu sorgen und sich das Vertrauen des Waldkraiburger Kulturpublikums zu erhalten, hat die Stadt mit der Zertifizierung der Lüftungsanlagen ein Signal gesetzt. Mit dem Prüfverfahren sollte die Leistungsfähigkeit der mechanischen Raumlüftung unter Pandemiebedingungen nachgewiesen werden. Es geht darum, hundertprozentigen Luftaustausch und die Einhaltung der vorgegeben Luft- und Aerosolwerte zu garantieren. Zur neuen Saison werden laut Lausmann die Lüftungsanlagen in allen bespielbaren und vermietbaren Räume im Haus der Kultur sowie in beiden Foyers zertifiziert sein.

Im Großen Saal ist eine CO2-Ampel installiert. Das Publikum könne also sehen, wie es um die Luftqualität bestellt ist. Sollte sich dieses System bewähren, sollen die anderen Räume entsprechend nachgerüstet werden.

Der Kartenvorverkauf wird bis auf Weiteres nicht mehr online angeboten. Das geschieht aus zwei Gründen: Fantasienamen und -adressen werden so ausgeschlossen. Durch die Beratung könne eine möglichst effiziente Auslastung des Saales erreicht werden. Derzeit können bis zu zehn Haushalte, die in einer Gruppe kommen, gemeinsam sitzen.

Mehr zum Thema

Kommentare