Moderne Kunst, Geschichte und ein Kinderbuch

Für die ganze Familie gibt‘s im nächsten Frühsommer eine Ausstellung zum Kinderbuchklassiker „Der Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preußler. dpa
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Für die ganze Familie gibt‘s im nächsten Frühsommer eine Ausstellung zum Kinderbuchklassiker „Der Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preußler. dpa

Waldkraiburg – Eine bunte Mischung präsentieren Stadtmuseum und Städtische Galerie im neuen Ausstellungsprogramm, das Elke Keiper im Kultur- und Sportausschuss vorstellte.

Bereits in dieser Woche, am morgigen Donnerstag, wird eine Ausstellung eröffnet, in deren Mittelpunkt das Lebenswerk von Gernot Sorgner steht. Der Künstler setzte sich drei Jahrzehnte lang auf vielfältige Art und Weise für die bildende Kunst in Waldkraiburg und ihre Vermittlung ein. Die Ausstellung läuft bis 12. Januar (siehe auch Seite 35).

Vom 23. Januar bis 8. März folgt eine Themenausstellung, die einen weiten Bogen von der Renaissance bis heute schlägt. Unter dem Titel „Modern Vormodern“ lassen sich zeitgenössische Künstler von zarten Elfenbeinschnitzereien aus dem Barock, Vorlagen für Möbelintarsien aus der Renaissance und Abstraktionen der Moderne inspirieren.

Lebensgroße Selbstpor träts aus Tusche und Gouache zeigt die Künstlerin Undine Goldberg vom 26. März bis 3. Mai. Auf allen Aquarellen ist die Künstlerin in Posen und Verkleidungen zu sehen, die sie aus berühmten Bildern übernommen hat.

Über die Deutschen aus Russland, ihre Geschichte und Gegenwart, informiert eine Wanderausstellung, die das Bundesinnenministerium fördert. Die Ausstellung, die von 22. März bis 19. April, in der Studiogalerie zu sehen ist, zeigt, wie gut sich die Deutschen aus Russland mittlerweile integriert haben und heute das Land mitgestalten.

Dem Kinderbuchklassiker „Der Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preußler ist eine Familienausstellung gewidmet, die vom 17. Mai bis 28. Juni das „erzählte Kasperltheater zwischen zwei Buchdeckeln“ im Haus der Kultur präsentiert.

Für den Herbst 2020 ist eine Fotoausstellung im Gespräch, die auf das neue Stiftermuseum mit der Sammlung Peter Schmidt Bezug nimmt. Die erste Ausstellung im Jahr 2021 zeigt Papierarbeiten, Gemälde und Fotografien der zeitgenössischen Künstlerin Katja Brinkmann, deren Thema die Mongolei und ihre Bewohner, die Farben und Muster dieser Region ist.

Für sämtliche Ausstellungen steht inklusive Öffentlichkeitsarbeit ein Budget von 40 000 Euro bereit.

Margit Roller (CSU) fragte an, warum es zuletzt kein „richtiges Ausstellungshighlight“ mit national oder internationalen Künstlern mehr gegeben habe. „Reicht dafür das Budget nicht?“ Das sei keine Frage des Budgets, sagte Elke Keiper, die an die Ausstellung zum Thema „Landschaft“ Anfang des Jahres erinnerte, die sogar mit einem Werk von Paul Klee, einem Klassiker der Moderne, bestückt war.

Sie habe sich dem Museums- und Ausstellungsbereich nicht mehr mit ganzer Kraft widmen können, weil sie nach dem Tod von Hans-Jörg Malonek dessen Aufgaben beim Tanztheater-Projekt übernehmen musste. hg

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