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FEUERWEHR ANNO DAZUMAL

Mit Löscheimern zur Brandbekämpfung: Große Ausstellung in Waldkraiburg eröffnet

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Dass früher die Menschen mit Löscheimern zur Brandbekämpfung ausrückten, das hat bei Schulklassen, die die neue Feuerwehr-Ausstellung im Haus der Kultur vorab besuchten, Entsetzen ausgelöst. Interessante Informationen nehmen auch die Erwachsenen mit, die die Schau besuchen.

Waldkraiburg – Flotte Trommler- und Fanfarenklänge ließen die Besucher aufhorchen, die sich zur Eröffnung der ersten Ausstellung seit Beginn der Corona-Pandemie im Waldkraiburger Haus der Kultur eingefunden hatten. Einen Einblick in die Städtische Galerie hatte man seit Monaten nur als digitale Führung durch die Undine-Goldberg-Präsentation erleben dürfen. Und so freute sich Kulturreferentin Lydia Partsch, die neue Ausstellung zur lokalen Feuerwehrgeschichte eröffnen zu können. Denn: „Ohne Kultur fehlt uns was. Das konnten wir in der letzten Zeit nur zu deutlich spüren!“

Zwei Jubiläen gaben den Anstoß

Zwei Jubiläen sind es, die den Anstoß zur Ausstellung unter dem Titel „Wer kommt, wenn’s brennt?“ gegeben hatten: die Gründung der Waldkraiburger Wehr vor 70 Jahren und die von Pürten vor 140 Jahren.

In ihrem einführenden Gespräch mit dem Stadtarchivar ging Museumsleiterin Elke Keiper von einem Zufall aus. Denn Konrad Kern hatte auf einem Tondokument zum 25-jährigen Jubiläum der Feuerwehr das Trommlerstück gefunden und sogar die dazugehörigen Original-Musikinstrumente ausfindig gemacht, die nun in der Ausstellung zu sehen sind. Die habe bei den ersten Besuchern, Schulklassen der Graslitzer Schule, Entsetzen ausgelöst, „über die Feuerlöscheimer, mit denen man früher Bränden zu Leibe rückte“, so Keiper. Nicht zu vergessen sei der gesellschaftliche Faktor der Feuerwehr, die den Auftrag, Feste zu feiern, seit jeher gerne ausführte.

Wehren im Dauerbetrieb

„Und dass die Wehren im Dauerbetrieb bei verschiedensten Gefahren im Einsatz sind, habe ich kürzlich erfahren, als vier Stefanskirchner Feuerwehrleute dem Wasser in unserem Keller Herr werden mussten, da die Ampfinger schon alle voll ausgelastet waren“, ergänzte Stadtarchivar Konrad Kern.

Gerade für die Vertriebenenstadt Waldkraiburg seien die Exponate über die Anfänge der Wehren in Nordböhmen recht aufschlussreich. Der Stadtarchivar verwies abschließend auch auf die Werksfeuerwehr, die 1941 von der Deutschen Sprengchemie eingerichtet worden war und ein Gerätehaus in der Brünner Straße erhielt.Erika Fischer

Das Begleitprogramm

Die Feuerwehrausstellung im Stadtmuseum im Haus der Kultur ist noch bis 14. August zu sehen. Öffnungszeiten sind am Mittwoch und Donnerstag sowie am Wochenende, von 14 bis 17 Uhr. Nähere Informationen zu Anmeldung oder Eintritt auf www.museum-waldkraiburg.de.

Folgende Veranstaltungen stehen auf dem Begleitprogramm:

Feierabendführung: Am Donnerstag, 22. Juli, 18 Uhr, führen Stadtarchivar Konrad Kern und Museumsvolontärin Tabea Sethmann durch die Ausstellung. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Telefon 0 86 38/95 93 08. Der Eintritt ist frei.

Spezialführung: Diese Führung durch das Feuerwehrmuseum bietet eine Zeitreise durch die Geschichte der Feuerwehrtechnik, von der Handdrückspritze zum modernen Flugplatzlöschfahrzeug. Die Termine: Mittwoch, 14. Juli, sowie Mittwoch, 4. August, jeweils 18 Uhr. Treffpunkt ist vor dem Feuerwehrmuseum Bayern in der Duxer Straße 8 in Waldkraiburg. Eine Anmeldung ist erforderlich per E-Mail an m.zawadke@feuerwehrmuseum.bayern. Inklusive Eintritt kostet die Führung 9 Euro.

Fahrzeugschau: Auch die Waldkraiburger Feuerwehr ist mit einer Fahrzeugschau am Samstag, 31. Juli, von 14 bis 17 Uhr, dabei. Treffpunkt: Feuerwehrhaus in der Prießnitzstraße 155. Hier ist keine Anmeldung erforderlich, der Eintritt in die Ausstellung ist frei!

Und das sagen Besucher zur Ausstellung

FürKlaus-Jürgen und Mariberthe Falk aus Ranoldsberg ist die Ausstellungseröffnung Anlass, wieder einmal ins Haus der Kultur zu kommen. „Ich bin eigentlich spätberufener Feuerwehrler und habe dann erst die vielen Löschteiche in unserer Umgebung zur Kenntnis genommen“, sagt Klaus-Jürgen Falk. „Sowohl Freiwillige wie auch Berufliche werden immer mehr gebraucht. Das ist vor allem auf den Klimawandel zurückzuführen. Sogar bei der Wasserförderung kommen sie immer häufiger zum Einsatz, denn das wird von Jahr zu Jahr schwieriger.“

„Gerade im Ausland beneidet man uns um unsere 1,1 Millionen Feuerwehrler, deren Basis das Ehrenamt ist“, sagtInnenstaatssekretär Stephan Mayer . Zusätzlich komme auf die Feuerwehren im Rahmen des Klimawandels immer neue Herausforderungen zu, man denke nur an die derzeitigen Hitzewellen und Brände in Kanada und die Starkregenfälle. „Ich bin seit Jahren nicht nur ein großer Bewunderer , sondern auch ein Unterstützer der Wehren“, sagtNorbert Meindl aus Kraiburg, der in Waldkrauburg das Ordnungsamt leitet. Seine Enkelin Amy ist begeistert von der Vielfalt der Fahnen. Meindl: „Zu unserer Überraschung haben wir auf einem Foto unseren Uropa Hans Reisegast entdeckt.“

UndKarin Bressel , Dritte Bürgermeisterin und Hortleiterin sagt: „Ich denke an die sofortige Präsenz der Wehr, als ich erst kürzlich im Kinderhort erlebte, dass abends Rauchmelder Alarm schlugen und sofort die Feuerwehrmänner zur Stelle waren.“fis

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Feuerwehr anno dazumal: Eine Spritze mit Spritzenhaus aus dem oberen Adlergebirge, aus den 1920er-Jahren.

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