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Neues Baugebiet im Westen

Mit geringerem Einkommen zum Zug kommen: Waldkraiburg legt Vergabe von Grundstücken fest

Nach vielen Jahren entsteht in Waldkraiburg-West wieder ein größeres Baugebiet. Damit auch Bauwillige mit kleinerem Einkommen zum Zug kommen können, sollen Richtlinien die Vergabe regeln.
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Nach vielen Jahren entsteht in Waldkraiburg-West wieder ein größeres Baugebiet. Damit auch Bauwillige mit kleinerem Einkommen zum Zug kommen können, sollen Richtlinien die Vergabe regeln.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Nicht vor Ende 2022 werden wohl die ersten Grundstücke aus dem neuen Baugebiet Waldkraiburg-West auf den Markt kommen. Erste Weichen, wer bei den städtischen Grundstücken zum Zug kommen wird, hat der Stadtentwicklungsausschuss jetzt gestellt. Mit Vergaberichtlinien will die Stadt künftig gerade junge Familien unterstützen – nicht nur im neuen Baugebiet.

Waldkraiburg – Es wird das erste Baugebiet seit langem und nach mehr als einem Jahrzehnt weist die Stadt damit im größeren Stil wieder Flächen für Hausbauer aus. 103 Bauparzellen für Einzel- und Doppelhaushälften sieht der Planentwurf vor, der vergangenes Jahr abgesegnet worden ist. Doch nur zu einem geringen Teil verfügt die Stadt in Waldkraiburg-West über eigene Grundstücke, ein Großteil ist in privater Hand.

Viel Spielraum gibt es nicht

Nach welchen Kriterien die Privateigentümer die Grundstücke verkaufen, ist nicht Angelegenheit der Stadt. Wohl aber für die städtischen Grundstücke in Waldkraiburg-West und auch darüber hinaus sollen Vergaberichtlinien angesetzt werden. Viel Spielraum hat die Stadt dabei aber nicht. „Wir haben das Maximale rausgeholt“, sagte Bauamtsleiter Carsten Schwunck mit Blick auf die Richtlinien.

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Sozial verträglich sollen die Grundstücke vergeben und junge Familien auf dem Weg zum Eigenheim unterstützt werden. Und dazu legt die Stadt unterschiedliche Kriterien an: Da geht es unter anderem um Voreigentum, ob man in den vergangenen Jahren seinen Hauptwohnsitz oder Arbeitsplatz in der Stadt hatte, ob man sich ehrenamtlich engagiert, ob es Kinder gibt und nicht zuletzt auch um das Einkommen und Vermögen.

Der Stadtentwicklungsausschuss stimmte geschlossen für die Vergaberichtlinien.

Nach diesen Kriterien werden die Grundstücke vergeben

Die Nachfrage nach Baugrundstücken ist groß, der Zuzug in die Region lässt nicht nach, die Preise für Baugrundstücke kennen seit einigen Jahren nur den Weg nach oben. Um auch Personen mit geringem oder durchschnittlichem Einkommen den Traum vom Eigenheim ermöglichen zu können, will die Stadt nun Richtlinien für die Vergabe von Baugrundstücken ansetzen.

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Dazu gehört, dass die Bewerber über keinen bedarfs- beziehungsweise familiengerechten eigenen Wohnraum oder über ein bebaubares Grundstück innerhalb der Stadtgrenzen verfügen dürfen. Anderweitiges Immobilienvermögen, auch außerhalb der Stadtgrenzen, führt nicht zum Vergabeausschluss, sondern wird mit dem aktuellen Verkehrswert bei der Vermögensbeurteilung berücksichtigt.

Bewerber dürfen ein Jahreseinkommen von maximal 51 .000 Euro erzielen, bei Paaren gilt eine Grenze von 102.000 Euro. Zur Obergrenze ist ein Freibetrag in Höhe von 7000 Euro je unterhaltspflichtigem Kind hinzuzurechnen. Bewerber müssen zudem eine Finanzierungsbestätigung eines Kreditinstituts vorlegen.

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Bei den Bewertungskriterien unterscheidet die Stadt zwischen Ortsbezugskriterien wie Hauptwohnsitz oder Arbeitsplatz in der Stadt und sozialen Kriterien.

Zu den sozialen Kriterien zählen das Einkommen, das Vermögen, das Einstehen für einen Partner oder Kinder im gleichen Haushalt, Kinder unter 18 Jahren, das Vorliegen einer Schwerbehinderung.

Aus den Ortsbezugskriterien und sozialen Kriterien werden jeweils bis zu 100 Punkte vergeben.

Die Bewertungspunkte geben die Rangfolge vor, nach der die Grundstücke vergeben werden. Sollten zwei oder mehrere Bewerbungen die gleiche Punktzahl aufweisen, erhält die Familie mit der größeren Zahl minderjähriger Kinder den Vorzug. Sollte dies zu keiner Entscheidung führen, entscheidet das Los.

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