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NOCH IMMER KEIN INFEKTIONSFALL

Mit Abstand und Bewegung: Größtes Waldkraiburger Seniorenheim trotzt Corona-Krise

Dreimal pro Woche treffen sich die Senioren zu einer geselligen Sportstunde. Adalbert-Stifter-Seniorenwohnen/Huckemeyer
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Dreimal pro Woche treffen sich die Senioren zu einer geselligen Sportstunde. Adalbert-Stifter-Seniorenwohnen/Huckemeyer
  • VonUrsula Huckemeyer
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Das Adalbert Stifter Seniorenwohnen trotzt der Corona-Krise: Das größte Seniorenheim der Stadt ist bis heute Corona-frei geblieben. Und so weit es geht, hält das Haus am Freizeitangebot fest. Zum Beispiel an den Sportstunden, die wichtig sind um fit und gesund zu bleiben.

Waldkraiburg – Die Bewohner und das Personal im Adalbert-Stifter-Seniorenwohnen trotzen der Corona-Krise sowie den Begleiterscheinungen des Alters. Sie wissen: Bewegung ist im Seniorenalter das A und O um körperlich, aber auch geistig fit zu bleiben. Deshalb gibt es auch während der Pandemie regelmäßige Sportstunden. Die 91-jährige Ursula Rozek lässt kaum eine aus und schwärmt geradezu von den Treffen.

Stifter-Heim ist noch immer Corona-frei

„Um beweglich zu bleiben muss man sich bewegen“, sagt Irmi Linz, Sozialpädagogin und Leiterin des Gerontopsychiatrischen Dienstes. Diese Aussage beherzigen Betreuungsassistentin Evi Schmidt und ihre Bewegungsgruppen regelmäßig bis ins Detail.

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Evi Schmidt, ausgebildete Trainerin in der Fachrichtung „Bewegung an Senioren“, betreut bereits seit zehn Jahren die Bewohner im Adalbert-Stifter-Seniorenwohnen. Dreimal pro Woche geht es in Sachen Sport so richtig zur Sache.

Es dürfen alle Bewohner aus dem Haus an den Kursen teilnehmen, das Ganze unter den geltenden Hygieneregeln. Zehn bis 15 Senioren aus dem Bereich „Betreutes Wohnen“ treffen laut Heimleiter Hubert For-ster regelmäßig in offenen Gruppen zur Sportstunde aufeinander.

Große Räume, die für externe Besucher tabu sind

Corona-bedingt sind die Teilnehmer in größere Räumlichkeiten ausgewichen. Ganz wichtig ist ihm, dass die Angebote in Räumlichkeiten stattfinden, die während der Pandemie nicht von externen Besuchern betreten werden.

Bislang gab es im Adalbert Stifter Seniorenwohnen laut Forster nicht einen positiven Corona-Fall. „Dass wir das geschafft haben, darauf sind wir sehr stolz.“ Dabei ist das Haus mit insgesamt rund 230 Senioren in einer stationären Pflege und einem „Betreuten Wohnen“ eine der größten Einrichtungen in der Region.

Kostbare Stunden

„Unsere gemeinsamen Stunden sind kostbar und wertvoll“, betont Evi Schmidt. Die Gruppen seien gerade im letzten Jahr noch enger zusammen gewachsen. Bewegung trage zum Wohlfühlen und zur Stressbewältigung bei. „Zugleich wird der Kreislauf angeregt, die Muskulatur gestärkt und das Herz kräftiger durchblutet. Außerdem dient körperliche Fitness der Sturzprophylaxe“, erklärt Schmidt die große Bedeutung die diese Angebote haben, damit Bewohner gesund durch schwierige Corona-Zeit kommen.

Ursula Rozek (91) mag am liebsten Bewegung zu Musik

Ursula Rozek nimmt seit drei Jahren an den Sportstunden teil. „Schließlich will ich fit bleiben. Dazu gehört, dass ich meinen Alltag sowie meine Termine noch selber meistern kann.“ Das Miteinander und die Gespräche würden einfach gut tun. Am liebsten erlernt Ursula Rozek neue Bewegungs-Elemente auf musikalischer Basis.

Vier Säulen zum erfolgreichen Altern

Die Sozialpädagogin Irmi Linz vom Gerontopsychiatrischen Dienst in Waldkraiburg spricht von vier Säulen auf dem Weg zum erfolgreichen Altern. Da geht es um das Gewichtsmanagement, um positive Einstellungen und soziale Kontakte, um ausgewogene Ernährung und nicht zuletzt um physische Aktivitäten.

Diese wichtigen Elemente werden im Adalbert-Stifter-Seniorenwohnen täglich umgesetzt. Linz hebt insbesondere den positiven Effekt von körperlicher Aktivität auf die Funktion des Gehirns hervor. „Fit sein im Alter heißt, Lebensqualität und Freiheit genießen.“ huc

Irmi Linz vom Gerontopsychiatrischen Dienst.
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