Migrationsanteil an den Schulen in der Stadt Waldkraiburg

Waldkraiburg – Die Graslitzer-Grundschule ist mit dem hohen Anteil an Migranten in der Stadt Waldkraiburg nicht die Ausnahme von der Regel.

Grundschulen

Auch in den anderen drei Grundschulen im Stadtgebiet liegt diese Quote jenseits der 50-Prozent-Marke. Sogar 76,3 Prozent beträgt der Anteil in der Diesel-Grundschule. 59,6 Prozent sind es an der Beethoven-Grundschule und 54,1 an der Goethe-Grundschule.

Mittelschulen

An den beiden Mittelschulen in der Stadt beträgt der Anteil 58,4 Prozent (Liszt-Schule) beziehungsweise 43,1 (Diesel-Schule), an der in sieben von 21 Klassen die Quote über 50 Prozent liegt, dazu zählen auch die beiden Übergangsklassen.

Deutlich niedriger und fast identisch ist der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund an Gymnasium und Realschule. 16,5 Prozent an der Realschule, 16,6 Prozent am Gymnasium.

Gymnasium undRealschule

Für ein bayerisches Gymnasium ist dieser Anteil allerdings über dem Durchschnitt, sagt Oberstudiendirektor Helmut Wittmann. Damit der Anteil von Migrantenkindern, die das Schulziel erreichen können, weiter steigt, gibt es an der Schule neuerdings das Projekt „Sprachbegleitung“, das diese Schüler gezielt fördern soll. Dieser „sprachsensible Unterricht“, zwei Wochenstunden für Fünft- und Sechstklässler am Nachmittag, wird an knapp 100 der 400 Gymnasien in Bayern angeboten.

Förderschule

Rektor Burkhard Schröder meldet für das Förderzentrum, das neben der Hauptstelle in Waldkraiburg vier Außenstellen im Landkreis hat, bei 67 von 367 Schülern einen Migrationshintergrund von etwa 18 Prozent. Allerdings dürfte die tatsächliche Quote nach den Kriterien, die in den anderen Schulen herangezogen werden, höher sein. Ein Grund für die niedrige Quote könnte laut Schröder auch darin bestehen, dass türkische Familien ihre Kinder eher nicht auf die „Sonderschule“ schicken und deren Anteil an den Regelschulen höher ist. Der Rektor: Der Anteil wächst in den unteren Klassen, da hier zunehmend Kinder aus dem Flüchtlingsbereich kommen. Diese müssen erst etwa zwei Jahre an der Regelschule unterrichtet werden und genügend Deutschkenntnisse erwerben, damit ihr sonderpädagogischer Förderbedarf diagnostiziert werden kann. hg

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