Pseudonym: Linda Vianelli

„Mensch Miriam, schreib doch Bücher“: Waldkraiburger Autorin arbeitet an Fortsetzungsroman

„Das positive Lebensgefühl der Griechen beeindruckt mich sehr“, sagt Miriam Geimer, 53-jährige Autorin aus Waldkraiburg, deren Roman „Aus den Tiefen schöpft das Leben“ auf Kreta spielt.
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„Das positive Lebensgefühl der Griechen beeindruckt mich sehr“, sagt Miriam Geimer, 53-jährige Autorin aus Waldkraiburg, deren Roman „Aus den Tiefen schöpft das Leben“ auf Kreta spielt.
  • Kirsten Meier
    vonKirsten Meier
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Das Leben schreibt die besten Geschichten, findet Miriam Geimer. Deshalb lässt die Waldkraiburger Autorin persönliche Erfahrungen in ihre Romane einfließen. In ihrem Buch „Aus den Tiefen schöpft das Leben“ geht es um Liebe, Enttäuschungen, Betrug und Eifersucht und um das positive Lebensgefühl der Griechen.

Waldkraiburg – „In meinem Buch geht es um Liebe, Enttäuschungen, Betrug und Eifersucht. Die Geschichte ist in ein aufregendes Abenteuer verpackt“, sagt Miriam Geimer über ihren Roman „Aus den Tiefen schöpft das Leben“.

Die 53-jährige Autorin aus Waldkraiburg, die das Buch unter dem Pseudonym Linda Vianelli veröffentlicht hat, nimmt die Leserinnen darin mit in die Welt der wunderschönen jungen Rebecca, deren Leben von Luxus, Wohlstand und einem reichen Mann gesegnet ist.

Das unbeschwerte Leben bricht wie ein Kartenhaus zusammen

Doch von einem Tag auf den anderen bricht das unbeschwerte Leben wie ein Kartenhaus zusammen. Sie erfährt, dass ihr Mann sie betrügt. Auf Anraten ihrer Schwester entflieht Rebecca dem Schmerz darüber und tauscht das einstige Luxusleben gegen ein Leben auf der Insel Kreta ein, wo sie neuen Herausforderungen begegnet und dem attraktiven Nikos... Ob es für Rebecca ein Happy End gibt, lässt Geimer offen. Das erfahren die Leserinnen, wenn sie den ersten Band unter dem Titel „Gretas Zauber“ selbst zur Hand nehmen. Die Fortsetzung ist bereits in Arbeit.

Der Erstling kam pünktlich zur Leipziger Buchmesse

Es ist nicht das erste Buch, das die Waldkraiburger Autorin veröffentlicht. 2017, pünktlich zur Leipziger Buchmesse, erschien ihr erster Roman mit dem Titel „Glück stand nicht zur Debatte“. Der Erstling habe sich sehr gut verkauft, teilt auf Anfrage Miriam Bengert (29) vom Lauinger Verlag Karlsruhe mit. „Im Januar 2021 möchten wir eine zweite Auflage herausbringen“, sagt die Verlagsassistentin. „Ursprünglich war der Roman für die Zielgruppe Frauen ab 30 gedacht, doch auch viele junge Frauen und Teenager kaufen das Buch“, so ihre Beobachtung.

Ein Jahr nach der Premiere folgte eine Anthologie mit den Rosenheimer Autoren unter dem Titel „Wundersame Winterzeit“. Einige Lesungen kamen hinzu, unter anderem 2017 und 2018 bei der Leipziger Buchmesse.

Die Griechen arbetien, um zu leben, die Deutschen leben, um zu arbeiten

Miriam Geimer ist überzeugt, dass das Leben die allerbesten Geschichten schreibt. Eigene Erfahrungen, Erlebnisse und Begegnungen fließen deshalb in ihre Bücher ein. Als junge Frau lebte und arbeitete sie drei Jahre lang auf der Insel Kreta. Diese Zeit prägte sie enorm.

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Die Geschichtenerzählerin

„Die Griechen sind von der Mentalität her völlig anders als die Deutschen. Sie arbeiten um zu leben, während die Deutschen leben um zu arbeiten. Das positive Lebensgefühl der Südländer beeindruckt mich sehr“, sagt sie. „Man sollte in seinem Leben aufräumen, seinen Gegenüber nicht nach seinem Erscheinungsbild bewerten, jeden so akzeptieren wie er ist und sich von nichts und niemandem daran hindern lassen, sich selbst zu verwirklichen.“ Diese Lebensweisheiten thematisiert will sie auch in ihren Büchern thematisieren.

Die Autorin

Miriam Geimer wurde 1967 in München geboren. Die

gelernte Touristikfachkraft und Reiseleiterin arbeitet als und Kinderbetreuerin und schreibt Bücher. Sie ist Mitglied bei den Rosenheimer Autoren.

Veröffentlichungen:

• „Glück stand nicht zur Debatte“: Roman, Lauinger Verlag.

• „Aus den Tiefen schöpft das Leben“, Roman unter Pseudonym Linda Vianelli über Books on Demand (BoD) veröffentlicht.

Interview: Leben im Hier und Jetzt

Frau Geimer, Kreta ist ein beliebter Schauplatz in ihren Büchern. Warum?

Miriam Geimer: Das Leben, die Menschen dort und natürlich die wunderschöne Landschaft beeindrucken mich sehr. Die Menschen nehmen einen so, wie man ist. Sie planen nicht, was morgen ist, sondern sie leben im Hier und Jetzt. In Griechenland ist alles stimmig. Dieses positive Lebensgefühl lasse ich gerne in meine Bücher miteinfließen.

Ich liebte die Kinderbücher von Enid Blyton

Wie kamen Sie zum Schreiben?

Geimer:Geschrieben habe ich schon seit meiner Kindheit gerne. Ich liebte die Kinderbücher von Enid Blyton. Wenn ein Buch fertig war und es gab keine Fortsetzung, schrieb ich einfach meine eigene. Starb der Held in dem Buch, das ich las, dachte ich: „Das kann nicht sein.“ Und so schrieb ich die Geschichte einfach so um, damit er weiterlebte, auch wenn er im Originalbuch gestorben ist (lacht). Die Menschen in meinem Umfeld liebten, was ich schreibe. Briefe von mir fanden sie immer toll. Deshalb sagten sie zu mir „Mensch Miriam, schreib doch Bücher.“ Das tat ich dann auch. Im Jahr 2000 habe ich damit angefangen.

Was wird man in Zukunft noch von Ihnen zum Lesen bekommen?

Geimer:Natürlich die Fortsetzung meines aktuellen Buches „Aus dem Tiefen schöpft das Leben“. Ich plane zur Zeit auch einen Krimi und einen Frauenroman, der in der Zeit des Zweiten Weltkriegs spielt.

Was ist die Botschaft, die Sie den Menschen gerne mit auf den Weg geben würden?

Geimer: Bist Du unzufrieden mit deinem Leben, dann ändere es! Man kann es zumindest versuchen, Dinge die einen belasten, aus seinem Leben zu entfernen.

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