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DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim

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Landkreis Rosenheim – Der DWD veröffentlichte am Sonntagabend (26. September) eine amtliche …
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AUS DER RISIKOGRUPPE 3

Meine erste Dosis Hoffnung: Reporterin Andi Klemm in Mühldorf mit AstraZeneca gegen Corona geimpft

Klemm Andi Zweitimpfung
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Heimatzeitungs-Reporterin Andrea Klemm gehört zu denen, die bereits zweimal geimpft sind. Wegen einer Vorerkrankung war die 41-Jährige in der Prioritätenliste nach vorne gerutscht. Sie erhielt wieder Astrazeneca, geimpft wurde sie von Lisa Buchner. 
  • Andrea Klemm
    VonAndrea Klemm
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Update 30.4.2021

Die „erste Dosis Hoffnung“ im Kampf gegen Corona gab es für mich, OVB-Reporterin Andrea Klemm Ende Februar mit Astrazeneca. Wegen einer Vorerkrankung war ich in der Prioritätenliste nach vorne gerutscht, obwohl ich erst 41 bin. Nun, Ende April, war die zweite Impfung im Mühldorfer Impfzentrum fällig und damit verbunden die Frage: Welchem Impfstoff vertraue ich noch, nachdem Astrazeneca nach den neuesten Erkenntnissen über mögliche Nebenwirkungen turbulent durch die Medien ging? Meine Antwort: allen. Im Impfzentrum wurde ich von der Impfärztin aufgeklärt. Die offiziellen Empfehlungen lauten, wer zunächst Astrazeneca hatte und unter 60 ist, sollte beim zweiten Mal Biontech bekommen. Wer will, kriegt aber auch Astrazeneca. „Auf meine Frage: „Was würden Sie persönlich tun“, bestätigte die Medizinerin mein Bauchgefühl: Bei Astrazeneca bleiben. Die Ärztin gab mir einen Tipp mit: Man könne bei dieser Entscheidung nichts falsch machen, außer, die Zweitimpfung ganz ausfallen zu lassen.

Die Nebenwirkungen sind bei der Zweitimpfung ausgefallen. Nur der Impfarm war etwas beleidigt.

25. 2.2021

Mühldorf – Ich hab ihn intus, den Vektorimpfstoff von AstraZeneca – und bin sehr froh darüber. Mit Astra gegen Corona – klingt wie eine schlechte Bierreklame vom Kiez. Ist aber für mich das Ticket zurück zu mehr Normalität. Die Nebenwirkungen nehm‘ ich gern in Kauf.

Impfstoff zu Unrecht schlecht geredet

Zu Unrecht wird „AZD1222“ schlecht geredet, aus jedem Zwischenergebnis der Studie wurde eine Schlagzeile. Mir ist egal, ob er nur 70-prozentigen Schutz vor einer Infektion gegen Covid19 bieten soll. 70 Prozent ist besser als gar nichts. Zudem soll er neuesten Erkenntnissen zufolge einen über 90-prozentigen Schutz vor einem schweren Verlauf mit sich bringen.

OVB-Reporterin Andrea Klemm im Impfzentrum Mühldorf. Sie hat den Impfstoff von Astrazeneca verabreicht bekommen und berichtet von ihrer Erfahrung. Registriert hat sie sich am 14. Januar. Einen Monat später kam die Aufforderung, den Termin am 25. Februar zu bestätigen.

Risikogruppe 3

Da ich (40) zur Risikogruppe 3 gehöre (Autoimmun-Geschichten) lege ich keinen gesteigerten Wert auf irgendeinen Verlauf. Maske und Social Distancing? Ja, bitte! Grantlern wie mir spielt das in die Karten.

Hatte ich zunächst laut Impfterminrechner mit dem ersten Pieks zwischen Mai und August zu rechnen, purzelte ich überraschend und dank der Lieferungen von zusätzlichen AstraZeneca-Impfdosen die an den Landkreis Mühldorf gingen, im Online-Portal bei der Terminvergabe nach vorn.

Nachgehakt beim Gesundheitsamt

„Das kann doch nicht sein, da hat sich der depperte Computer vertan“, war meine erste Reaktion. Meine zweite: Ich will auf keinen Fall jemandem, der die Impfung dringender braucht, den Platz wegnehmen. Meine dritte: Stuft mich die. Impftermin-Software BayIMCO etwa als morbider und malader ein, als ich es bin? Schlagartig fühlte ich mich gebrechlich.

Nur an Menschen unter 65 Jahren

Nach aufgeregten Anrufen beim Gesundheitsamt und der Corona-Hotline am Landratsamt die Klärung: „Nehmen Sie den Termin ruhigen Gewissens an, das hat alles seine Richtigkeit“, sagte eine Mitarbeiterin vom Gesundheitsamt.

So wurden im Februar insgesamt 1900 Dosen AstraZeneca geliefert, die wiederum nur an Menschen unter 65 Jahren verimpft werden dürfen, weil für Ältere keine Studienergebnisse vorliegen. Und der Computer kann ja nur aus dem Pool der Registrierten auswählen. „Wenn sich zu wenige Leute mittleren Alters anmelden, zieht das System Jüngere mit Risikostufe vor“, wie das Gesundheitsamt auf Nachfrage erklärt.

Menschen zu skeptisch

Dazu kommt wohl auch die Skepsis gegenüber des britisch-schwedischen Impfstoffes. Die meisten wollen lieber „das gute Zeug“ von Biontech. Die Unterschiede dürften am Ende marginal sein. Um das Virus auszutrocknen, kommt es auf die Menge der Geimpften an.

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Dass nun jene drankommen dürfen, die AstraZeneca auch haben wollen, ist richtig. Was bringt es, die alte Impfstrategie strikt nach Gruppen einzuhalten, wenn sich zu wenige anmelden und die Dosen liegen bleiben? Und angesichts der Mutationen, die näher rücken, ist es töricht, aus der Impfstoffauswahl ein Luxusproblem zu machen.

Die Impfung ist wie ein Lichtblick

Nun hab ich mich pieksen lassen. Geimpft zu werden hat sich gut angefühlt: nach Hoffnung. Und das nicht nur, weil Studien Anlass dazu geben. Man sei vor der Weitergabe des Virus recht zuverlässig geschützt.

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Das klingt sehr erfreulich: nach Licht am Ende des Tunnels. Auch ich als Journalistin habe Sehnsucht nach guten Nachrichten während dieser vermaledeiten Pandemie. Und jeder Geimpfte ist – wenn man die Gesamtsituation betrachtet – eine gute Nachricht.

Anfangs selbst zögerlich

Natürlich war ich anfangs skeptisch, als ich hörte, nach nicht mal einem Jahr Pandemie gibt es einen Impfstoff. Eine Zeit lang war ich tatsächlich zögerlich. Doch dann sagte ich mir, die Medizin ist heute so weit.

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Wo wären wir denn ohne Impfungen? Ich sag‘ nur Pocken, Polio und Masern. Außerdem bin ich auf meinen Abenteuerreisen etwa nach Afrika auch nicht zimperlich gewesen, wenn ich mich gegen Denguefieber oder Cholera impfen ließ.

Wo sind meine Gummibärchen?

Sehr professionell geht es zu im Impfzentrum in Mühldorf, das Personal ist freundlich und die Impfwilligen scheinen gut gelaunt zu sein. Ich treffe alte Bekannte aus der Schulzeit, die frohen Mutes ihren unverhofft frühen Impftermin antreten. So wie ich.

Da hat es dann auch mal einen Vorteil, wenn man schon als noch junger Mensch sein halbes Leben lang Tabletten futtern musste. Schade ist nur, dass ich nach der Spritze keine Gummibärchen bekam, wie damals beim Kinderarzt. Das wär noch meine Anregung ans Impfzentrum.

Meine Erfahrungen:

Nebenwirkungen: Vor der Spritze werde ich von einer Ärztin aufgeklärt. Sie geht mit mir den Anamnesebogen durch, den man sich vorab auf www.impfzentrum-muehldorf.de herunterladen und ausdrucken muss, genauso wie den Einwilligungsbogen. Wir sprechen kurz die Vorerkrankungen durch, ebenso die möglichen Nebenwirkungen. Manche Impflinge spüren gar nichts, andere bekommen beispielsweise Grippe-Symptome.

Sie gibt mir den Tipp, nach der Impfung eine Paracetamol zu schlucken. Der Arm schmerzt ein wenig nach dem Pieks, etwa vier Stunden später beginnen Kopfschmerzen, sieben Stunden später setzen arge Gliederschmerzen und heftiger Schüttelfrost ein. Sechs Stunden dauert dies an, dann ist das Schlimmste überstanden, die Kopfschmerzen halten sich noch am nächsten Tag. Insgesamt habe ich gut 24 Stunden mit den Symptomen zu tun. Und ich bin tagelang müde. Es gibt Schlimmeres.

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