Mehr Wald

Wer in Waldkraiburg lebt, lebt mit den Bäumen. Aber mittlerweile behaupten böse Zungen, Waldkraiburg könnte zu „Baldkraiburg“ werden, wenn noch mehr Bäume im Stadtgebiet verschwinden.

Keine Sorge, das wird nicht passieren. Die Stadt arbeitet mit Hochdruck an einem neuen Wald-Image.

Aufforsten statt Abholzen – so lautet die Devise. Dazu geht die Stadt ungewöhnliche Wege, weil sie eben alle Standorte ins Auge fasst. Oberirdisch wie auch unterirdisch. Erst diese Woche wurden 18 zusätzliche Lärchen in der Tiefgarage gesetzt. Der eine oder andere mag jetzt vielleicht beim Einparken Mühen haben, aber Radfahren ist eh viel gesünder.

In der Tiefgarage gibt es schon einen kleinen Wald, fehlt noch einer für das Rathaus. Ganz oben auf dem Dach ist reichlich Platz für einen Mischwald. Gut fürs Weltklima und gut fürs Raumklima im Rathaus. Im neuen Waldhaus müssen die Verwaltungsmitarbeiter im Sommer bei weitem nicht so schwitzen wie jetzt.

Das größte ungenutzte Potenzial liegt nur einen Steinwurf von der Stadtmitte weg: der Volksfestparkplatz. Mehr Grün statt Grau und schon wird aus dem Volksfest kurzerhand ein Waldfest. Eine Attraktion für die Besucher. Denn wo sonst bietet eine Fahrt mit dem Riesenrad einen Blick über die Baumwipfel hinaus?

Damit der Volksfestplatz, äh pardon, Waldfestplatz in Zukunft stärker genutzt wird, soll es einen Waldseilgarten geben. Statt mittags eine Leberkäs-Semmel beim Metzger zu essen, geht es für Angestellte beim Teambuilding zum Klettern in den Wald.

Mehr Grün bekommt auch das Dach der Raiffeisen-Arena. Zwischen Ahorn, Buchen und Kiefern entsteht ein ganz besonderes Gastronomieerlebnis. Oben ein kühles Feierabendbier genießen, während unten die Eishockeyspieler dank schattiger Kühle das ganze Jahr spielen können.

Waldhaus, Waldfest, Waldarena – mehr Waldkraiburg geht doch gar nicht.

Kommentare