Mehr als nur Farbe: Markt Kraiburg verlängert Fassadenprogramm um ein weiteres Jahr

Die Sanierung des Wandinger-Hauses am Marktplatz in Kraiburg läuft. Die Maßnahme ist eine von zweien, für welche die Eigentümer einen Zuschuss aus dem Fassadenprogramm beantragt haben. Die Gemeinde verlängert das Programm um ein weiteres Jahr. Archiv Meling

Das Erscheinungsbild des Marktplatzes in Kraiburg hat sich in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt. Ein Baustein war das Fassadenprogramm der Kommune. Seit 2013 gibt es die Förderung, jetzt wird sie ein weiteres Jahr verlängert werden.

Kraiburg – Das Fassadenprogramm im Markt Kraiburg soll noch mindestens ein Jahr weiterlaufen. Vorerst bis Ende 2020 will die Gemeinde städtebauliche Entwicklung finanziell fördern. Das Programm kann um ein weiteres Jahr verlängert werden.

Als „Anreiz“ für die Eigentümer bezeichnete Bürgermeister Dr. Herbert Heiml das kommunale Fassadenprogramm. 2013 hat die Gemeinde die Förderung ins Leben gerufen mit einem anfänglichen Fördervolumen von 15 000 Euro für die Jahre 2013 und 2014. Bei einem Fördervolumen von insgesamt 30 000 Euro hatte die Regierung von Oberbayern einen Zuschuss von 18 000 Euro in Aussicht gestellt.

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Für 2020 hält die Gemeinde einen Fördertopf mit 15 000 Euro bereit. Bei der Regierung von Oberbayern will man einen Zuschuss von 9000 Euro beantragen. Die Gemeinde will damit Maßnahmen an Gebäuden und Anlagen fördern, sofern sie von Bedeutung für das Ortsbild sind.

Zwei Anträge sind 2019 eingegangen

Wie gut das Programm bislang angenommen worden ist, zeigt sich am Erscheinungsbild des Marktes. Aktuelles Beispiel: die Sanierung des Wandingerhauses. Für die Fassade hat die Gemeinde bereits in einer früheren Sitzung einen Zuschuss von 5000 Euro in Aussicht gestellt. Ein weiterer Antrag ist heuer bei der Gemeinde eingegangen, ausbezahlt ist bislang aber noch nichts. 2018 gab es keine Anträge. „Der Marktplatz schaut ganz gut aus“, bilanzierte Heiml.

Substanzielle Verbesserung nötig

Einfach nur ein bisschen neue Farbe für ein Gebäude reicht nicht aus, um in den Genuss einer Förderung zu kommen. „Es braucht schon eine substanzielle Verbesserung“, erklärte Heiml. Neuer Putz, neue Fenster oder Türen zählen dazu. Gegebenenfalls müsse auch das Denkmalamt eingeschalten werden, ansonsten könne es keine Förderung geben.

80 Euro pro Quadratmeter der Hauptfassadenfläche schießt die Gemeinde zu Baumaßnahmen zu, höchstens 5000 Euro. Die Förderung kann auf mehrere Bauabschnitte verteilt werden. Maßnahmen mit Kosten unter 2500 Euro werden nicht gefördert.

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