Die Maske als Indikator

Fünf Sekunden und schon war es passiert: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einem Foto während des Südtirol-Urlaubs weder den Abstand eingehalten noch eine Maske getragen.

Er bedauert seine Unachtsamkeit und entschuldigt sich dafür. Klar, es hätte nicht passieren dürfen, aber es zeigt doch auch, dass wir alle nur Menschen sind. Fehler passieren nun mal, aber das Wichtigste ist doch, daraus zu lernen.

Packt sich doch jeder mal selber an der Nase: Wer hält in jeder Situation – beruflich wie auch privat – den Mindestabstand ein? Oder wer hat schon mal seine Maske lustlos am Hals baumeln lassen? Auch wenn die Corona-Zahlen in Deutschland manchen Bürgern vielleicht ein Gefühl von Sicherheit vorgaukeln: Anders als eine Grippe bleibt Corona trotz sommerlicher Temperaturen weiterhin ein Thema.

Leser Dieter Weihrauch hat es diese Woche zurecht angemahnt, dass immer wieder Leute ohne Maske auf dem Wochenmarkt einkaufen. Ganz gleich was der Einzelne von der Maskenpflicht hält: Es ist doch zum Schutz von uns allen. Das sollte endlich jedem klar sein.

Fehler passieren. Aber dann sollte man ihn auch korrigieren und sein Gegenüber nicht mit einem unwirschen „Halt die Klappe“ anfahren. Die Maske ist längst mehr geworden als ein Stück Stoff im Gesicht.

Die Maske dient ganz einfach als Indikator: Noch nie war es so einfach, vernünftige von unvernünftigen Menschen zu unterscheiden.

Tragen wir doch alle zuverlässig einen Mundschutz – aus Rücksicht auf andere und zur eigenen Vorsicht. Am Ende kann es sogar den renitenten Maskenverweigerern helfen, nicht an Corona zu erkranken. In diesem Sinn: Bleiben Sie weiterhin gesund!

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