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Ein Paradies für Mensch und Natur

Warum der Garten von Martin Engelmaier aus St. Erasmus als Naturgarten ausgezeichnet wurde

Stefan Zimmermann (rechts) überreicht Martin Engelmaier das Naturgartenzertifikat, der sich mit seiner Ehefrau darüber freut.
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Stefan Zimmermann (rechts) überreicht Martin Engelmaier das Naturgartenzertifikat, der sich mit seiner Ehefrau darüber freut.
  • Kirsten Seitz
    VonKirsten Seitz
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Martin Engelmaier aus Erasmus freut sich über Das Naturgarten-Zertifikat, das ihm durch die Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Mühldorf, Anita Leukert und Stefan Zimmermann überreicht wurde. Um eine Zertifizierung zu erhalten müssen ganz bestimmte Kern-Kriterien erfüllt werden.

Sankt Erasmus – Martin Engelmaiers blühender Garten in St. Erasmus ist ein Paradies für Mensch und Tier. Mitte Juni nahmen Kreisfachberater Stefan Zimmermann und dessen Vorgänger Erwin Obermeier des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Mühldorf Engelmaiers Garten unter die Lupe.

Der Naturliebhaber hatte einen Antrag auf eine Naturgarten-Zertifizierung gestellt. Die Experten vom Kreisverband kamen zu dem Ergebnis, dass Engelmaiers Garten eine Auszeichnung verdient. Einen Monat später wurde ihm von der Vorsitzenden des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Mühldorf, Anita Leukert und Zimmermann die Urkunde überreicht.

Gesamteindruck muss hoher Vielfalt entsprechen

Um eine Zertifizierung zu erhalten müssen Kern-Kriterien erfüllt werden. Diese beinhalten den Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger und den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmittel sowie torfhaltigen Substraten zur Bodenverbesserung. Der Gesamteindruck muss einer hohen ökologischen Vielfalt entsprechen. Dazu kommen Kann-Kriterien. „Natürlich schafft man für sich selbst eine Wohlfühloase, aber wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn sich noch mehr Menschen bewusst darüber werden würden, wie enorm wichtig der Erhalt und die Pflege unserer Natur und deren Bewohner ist“, sagt Engelmaier.

„Es blühen so viele Gärten im Verborgenen. Es wäre schön, wenn man diese mal alle vor holt. Die Leute sollten gelassener werden und ihren Garten auch mal einfach wachsen lassen. Man kann trotzdem einen schönen Garten haben, auch wenn nicht alles aufgeräumt ist“, rät Leukert.

Bäume schützen

„Die Leute sollen keine Angst vor einem Naturgarten haben. Viele denken, dass alles verwildert und zugewuchert. Das stimmt aber nicht. Herr Engelmaiers Garten ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie ein schöner und gesunder Naturgarten aussehen kann. Wir geben den Leuten gerne Tipps, was sie aus ihrem Garten machen können oder wie sie ihn pflegen oder schützen können. Sie müssen nur auf uns zukommen“, setzt sie fort. Statt Bäume zu fällen, solle man sie schützen.

Die fertige Urkunde für den Naturgarten.

„Ein großer älterer Baum ersetzt fünf Klimageräte. Da wo Bäume und Sträucher sind und möglichst wenig gepflastert, da ist das Klima besser. Ein Sonnenschirm oder eine Klimaanlage können niemals den Schatten und die Abkühlung eines alten Baumes ersetzen“, sagen die Experten und hoffen auf weitere Naturgärten mit alten Baumbeständen.

Drei weitere Gärten zertifiziert

Als Nächstes strebt Engelmaier eine Zertifizierung für einen vogelfreundlichen Garten an. Auch da dürften seine Chancen gut stehen. Ob er auch hier eine Urkunde entgegennehmen darf, wird sich nach einer Prüfung durch die Fachleute des Landesbundes für Vogelschutz herausstellen. „Inzwischen wurden noch drei weitere Naturgärten zertifiziert. Darunter die Gärten von Gerhard Verlaan in Mühldorf, Klaudia Höfl-Wolf in Aschau und der Garten von Helga und Leonhard Asbeck in Neumarkt-Sankt Veit, die die Auszeichnung für einen Naturgarten und eine für einen vogelfreundlichen Garten“ erhielten, sagt Zimmermann. „Vier weitere Gärten stehen aktuell noch zur Begutachtung an. Wir hoffen, dass auch diese natur- und tierfreundlich sind“, setzt er fort.

Wer ein Zertifikat für einen Naturgarten oder einen vogelfreundlichen Garten anstrebt kann sich mit den zuständigen Stellen in Verbindung setzten. Infos und Kontakt zur Zertifizierung für einen Naturgarten sind zu finden unter www.kreisverband-gartenbau-muehldorf.de, www.gartenbauvereine.org oder www.lwg.bayern.de. Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege ist Stefan Zimmermann im Landratsamt Mühldorf, Töginger Str. 18, zu erreichen unter Telefon 08631/699593. Infos und Kontakt zur Zertifizierung vogelfreundlicher Garten sind zu finden unter www.lbv.de. Kreisgruppenvorsitzender in Mühldorf ist Günther Weitzer, zu erreichen per E-Mail an muehldorf@lbv.de.

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