Markt Kraiburg will bei Übungsleiterpauschale staatlichen Corona-Zuschlag nicht verdoppeln

Bei den Übungsleiterzuschüssen, die als Vereinspauschale an den TV Kraiburg fließen, will der Markt nichts drauflegen. Die Jugendförderung, die nicht nur den Kraiburger Sportlern, wie hier den Fußballern, sondern allen Vereinen zugute kommt, soll aber angehoben werden.
+
Bei den Übungsleiterzuschüssen, die als Vereinspauschale an den TV Kraiburg fließen, will der Markt nichts drauflegen. Die Jugendförderung, die nicht nur den Kraiburger Sportlern, wie hier den Fußballern, sondern allen Vereinen zugute kommt, soll aber angehoben werden.

Durch einen Corona-Zuschlag des Freistaats verdoppelt sich heuer der Übungsleiterzuschuss, der als Vereinspauschale vom Landkreis an die Sportvereine ausgezahlt wird. Die Gemeinde Kraiburg, die zuletzt die Landkreis-Förderung noch einmal drauf gelegt hat, kann und will da nicht mitgehen.

Kraiburg – Den Übungsleiterzuschuss, den auch der Landkreis gewährt, hat der Markt Kraiburg in den vergangenen Jahren regelmäßig in gleicher Höhe draufgelegt. Zwischen 2000 und 4500 Euro hat die Kommune damit dem Turnverein jedes Jahr gewährt.

Auch die Sportplatz-Sanierung bezahlt

Weil der Freistaat im Corona-Jahr aber die Vereinspauschale verdoppelt hat, stieg der Zuschuss, den das Landratsamt überwiesen und der Turnverein beantragt hat, heuer auf 8128,70 Euro. Diese Summe wollten Bürgermeisterin Petra Jackl (CSU) und der Gemeinderat nicht noch mal drauf legen.

Keine Frage, der größte Verein im Markt leiste „tolle Arbeit“. Doch Jackl verwies darauf, dass nicht alle Gemeinden im Landkreis diese freiwillige Leistung gewähren. Viele haben ein anderes Fördersystem. In Kraiburg habe die Kommune soeben auch die Sanierung des Sportplatzes übernommen. Über 4000 Euro wurde dafür ausgegeben.

Wegen Corona: An allen Ecken sparen

In der Corona-Krise müsse die Gemeinde wegen der unsicheren Einnahmesituation „an allen Ecken und Enden sparen. Wir diskutieren über jedes Gerät am Kinderspielplatz.“

Jugendförderung für alle Vereine soll aufgestockt werden

Im Gremium wurde das ganz ähnlich beurteilt. Matthias Hochreiter (CSU) machte darauf aufmerksam, dass der Verein kaum Ausgaben für die Übungsleiter gehabt habe. Georg Kamhuber (CSU) schlug vor, den Betrag auf 4000 Euro zu deckeln und die Jugendzuschüsse von fünf auf zehn Euro pro Mitglied zu erhöhen. Adrian Hilge (SPD), Gerhard Preintner und Franz Kifinger (beide UWG) halten nichts vom Deckeln. Das sei nicht notwendig., der Antrag werde jedes Jahr vorgelegt und im Gremium entschieden. Außerdem, so Kifinger, sei das ein Anreiz für den Verein, möglichst viele lizensierte Trainer und Übungsleiter zu haben.

Die Erhöhung der Zuschüsse für die Jugendarbeit fand breite Zustimmung. Davon profitieren nämlich alle Vereine, die sich in der Jugendarbeit engagieren. Sobald die entsprechenden Anträge vorliegen, werde man darüber entscheiden, so die Bürgermeisterin.

Lesen Sie auch:

Gemeinde zahlt die Sanierung

Einstimmig beschloss das Gremium, dem Verein wie bisher eine Pauschale in der gleichen Höhe wie der Landkreis zu gewähren, ohne Corona-Zuschlag. Das macht in diesem Jahr 4064,35 Euro.

Werner Schreiber (SPD), Zweiter Bürgermeister und TV-Vorsitzender, der nicht mit abstimmen durfte, äußerte Verständnis für die die Entscheidung. hg

Kommentare