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Lieber später als nie

  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Alle Wege führen nach Rom. Für alle anderen Wege gibt es im Zweifelsfall ein Navi.

Wer weiß denn schon den schnellsten Weg von hier noch Grafenau? Oder von Mühldorf nach Spanien? Da war man vor einigen Jahren selbst an einer Mühldorfer Tankstelle überfordert, als eine Autofahrerin sich nach dem richtigen Weg erkundigte. Ganz einfach ist es aber auch nicht von Mühldorf nach Ebing.

Mühldorfs Bürgermeister Michael Hetzl überlässt dabei nichts dem Zufall: Lieber auf die freundliche Stimme aus dem Radio vertrauen als zu spät die Infotafel zum Urelefanten mit seinem Waldkraiburger Amtskollegen Robert Pötzsch an der Ebinger Alm einweihen. Landrat Max Heimerl war wohl schon gedanklich ganz nah bei Ebi, dem Urelefanten. Wieso hätte er sonst in Ebing einen Schlenker Richtung Inn gemacht als direkt zur Ebinger Alm zu fahren?

Lieber später als nie – auch beim Urelefanten trifft das zu. 50 Jahre ist es her, dass seine Knochen am Inn geborgen worden sind. Aber jetzt erst gibt es eine Infotafel, die an den Lebensraum des „Gomphotherium von Gweng“ erinnert. Im ersten Anlauf ist ein Erlebnispfad als interkommunales Projekt von Mühldorf und Waldkraiburg zwar gescheitert, aber nicht von allen zu den Akten gelegt worden.

Jetzt also wollen die beiden Städte dem Urelefanten neues Leben einhauchen, ein gemeinsames Projekt als Oberzentrum realisieren. Dass elf Millionen Jahre später Ebi in seiner alten Heimat die Aufmerksamkeit bekommt, die er sich auch verdient. Muss ja nicht unbedingt an der Fundstelle sein.

Übrigens: Den kürzesten Weg zurück nach Mühldorf wusste Robert Pötzsch. Der kennt Waldkraiburgs Schleichwege – auch ohne Navi.

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