Leinenpflicht am Innkanal in Waldkraiburg rückt näher

Eine Leinenpflicht am Innkanal in Waldkraiburg rückt näher. Der Betreiber des Kanals hat signalisiert, dass die Stadt über ihre einschlägigen Satzungen und Verordnungen eine Leinenpflicht für diese Flächen erlassen darf, die in seinem Besitz sind.
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Eine Leinenpflicht am Innkanal in Waldkraiburg rückt näher. Der Betreiber des Kanals hat signalisiert, dass die Stadt über ihre einschlägigen Satzungen und Verordnungen eine Leinenpflicht für diese Flächen erlassen darf, die in seinem Besitz sind.
  • Hans Grundner
    vonHans Grundner
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Wie steht’s mit der Leinenpflicht am Innkanaldamm? Das wollte Stadtrat Done Brunnhuber (UWG) im Ferienausschuss wissen. Der Hintergrund: Bei einem Ortstermin habe der Verbund als Betreiber des Kanals „das Freizeichen gegeben“, dass die Stadt eine Leinenpflicht für den Damm aussprechen darf.

Waldkraiburg – Was tun gegen die hohe Zahl von Feuerwehreinsätzen, die durch Widtiere ausgelöst werden, die in den Kanal stürzen? Dieses Thema wird seit Längerem diskutiert, weil vor allem im Frühjahr und Frühsommer die Feuerwehr wiederholt Wildtiere aus dem Kanal holen muss. Auch in diesem Jahr gab es eine Häufung von Einsätzen in dieser Zeit.

Weitere Gespräche mit Kanalbetreiber

Ausstiegshilfen für die Tiere hat das Betreiberunternehmen bereits installiert. Wie wirksam sie sind, das soll nun beobachtet werden.

Auch die Leinenpflicht für große Hunde ab 50 Zentimetern Schulterhöhe wird als ein mögliches Mittel angesehen, die Zahl der Wildtiere, die in den Innkanal geraten, zu reduzieren. Brunnhuber ist wie andere überzeugt, dass frei laufende Hunde eine der wichtigsten Ursachen dafür sind.

Eine schriftliche Erklärung des Unternehmens zur Leinenpflicht liege der Stadt noch nicht vor, so Bürgermeister Robert Pötzsch. Die Verwaltung bereite grade einen weiteren Termin mit dem Verbund vor, weil auch feuerwehrtechnische Fragen noch zu besprechen sind.

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Es gehe nicht nur um den Schutz der Wildtiere, betonte Brunnhuber. Er habe auch die Leute im Blick, „die panische Angst vor Hunden haben“. Der Umweltreferent des Stadtrates, der selbst auch Jäger ist, vermutet, dass in den vergangenen Jahren die Zahl der Hunde gestiegen ist.

Zahl der gemeldeten Hunde ist nicht signifikant gestiegen

Die Zahlen, die der Kämmerei vorliegen, scheinen diesen Eindruck nicht zu bestätigen. Aus einer Aufstellung der Verwaltung geht kein signifikanter Anstieg hervor. Wie das Rathaus auf Anfrage der Heimatzeitung mitteilt, waren 959 Vierbeiner im Jahr 2016 gemeldet. Die Zahlen in den Folgejahren: 984 (2017), 1010 (2018), 998 (2019) und 989 (2020). hg

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