„Am Leben bleiben, damit die Erinnerungen bleiben“: KSK Guttenburg feiert Jubiläum

Nach den Ehrungen langjähriger Mitglieder: Vorsitzender Erich Binsteiner (von links), Engelbert Nemmer, Markus Huber, Josef Fürstenberger, Josef Huber, Alois Radlbrunner, Josef Köppl. Bürgermeister Dr. Herbert Heiml und Johann Bratzdrum. Fill

Guttenburg – Im kleinen Rahmen feierte die Krieger- und Soldatenkameradschaft Guttenburg ihr 100-jähriges Bestehen.

Mit einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder und der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal gedachte die Bevölkerung besonders an die vielen Gefallenen der beiden Weltkriege.

Der Verein wurde im Jahr 1919 gegründet, als Vorsitzender übernahm Georg Radlbrunner die Führung. Er selbst war Soldat und von 1914 bis 1916 an der Front. Nach einer Verschüttung und Rettung in letzter Minute durch einen Kameraden wurde er in den Innendienst versetzt. Er führte den Verein bis ins Jahr 1941. Als sein Sohn in diesem Jahr an der Front sein Leben lassen musste, gab er den Vorsitz ab. Nachfolger wurde Franz Duschl. Im Jahr 1969 feierte der Verein das 50-Jährige. Schon vor Jahren übernahm Erich Binsteiner den Vorsitz der KSK.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Seit über 70 Jahren ist Alois Radlbrunner Mitglied bei der KSK und der letzte Veteran. Der 94-Jährige erinnert sich an die Zeit des Zweiten Weltkrieges, den er selbst vier Jahre miterlebt hat. Nachdem zwei Brüder an der Front gefallen waren, wurde er eingezogen, kam nach Rumänien und später nach Italien. Beim Umsturz 1945 geriet er in Rimini in Gefangenschaft, kam dann nach Neapel und konnte im Dezember 1946 wieder heimatlichen Boden betreten.

Im Anschluss an die kirchliche Feier trafen sich die Mitglieder im Gasthaus Löw. Dabei rief Bürgermeister Dr. Herbert Heiml in seinen Grußworten die Mitglieder auf, zusammenzuhalten. „Die KSK muss am Leben bleiben, damit die Erinnerung an alle Krieger erhalten bleibt.“

Nach einem Mittagessen wurden langjährige Mitglieder von der Vorstandschaft und Bürgermeister Heiml geehrt. Für 70 Jahre Alois Radlbrunner, 50 Jahre Johann Bratzdrum, Josef Fürstenberger, Herbert Güttler, Gottfried Hofmann, Josef Huber, Herbert Huber, Josef Köppl, Engelbert Nemmer und Johann Osl. Seit 40 Jahren Mitglied sind: Andreas Auer, Josef Buchner, Georg Grundner, Friedrich Hofmeister, Franz Kaindl senior, Johann Mayerhofer, Josef Mitterreiter senior, Franz Osl, Johann Osl, Erwin Rinner, Herbert Rückerl, Otto Sagerer, Alois Schlagmann, Franz Stenger senior, Franz Wastlhuber und Josef Zörr. 30 Jahre dabei: Helmut Adamhuber, Ernst Baumann, Fred Baumann, Hubert Bernhart, Josef Bernhart, Leonhard Bernhart, Josef Binsteiner, Josef Göbl, Andreas Hefter, Hans Hilger, Hans-Georg Hilger, Josef Hilger, Matthias Hochreiter, Dieter Hofmann, Andreas Rappensperger, Rupert Rappensperger, Günther Soyer, Alois Wastlhuber und Rudi Wenisch. Für 25 Jahre Mitgliedschaft: Georg Bernhart, Erich Binsteiner, Georg Bollner senior, Anton Göbl und Hans Ludwig. fim

Kommentare