HAUS DER KULTUR IN WALDKRAIBURG

Kunst digital erlebbar: Per Video durch die Ausstellung von Undine Goldberg

  • Raphaela Lohmann
    vonRaphaela Lohmann
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Für Kunst und Kultur ist während der Corona-Pandemie nur wenig Platz. Museen sind geschlossen, ein Rundgang durch eine Kunstausstellung unmöglich. Das Haus der Kultur in Waldkraiburg bietet einen virtuellen Ersatz.

Waldkraiburg – Die Ausstellung mit der Künstlerin Undine Goldberg war eigentlich schon für vergangenes Frühjahr geplant. Doch die Werke wurden nicht einmal mehr in der Städtischen Galerie aufgehängt: Die Corona-Pandemie ließ dies einfach nicht mehr zu, Ausstellungsbeginn wurde deshalb auf Herbst verschoben. Der hat auch wie geplant stattgefunden.

Viele Führungen mussten ausfallen

„Ein Museum lebt davon, die Öffentlichkeit zu erreichen und die Besucher ins Haus zu holen. Aufgabe ist es, Kunst zu zeigen und Geschichte an Gegenständen erlebbar zu machen“, sagt Museumsleiterin Elke Keiper. Es gehe um ein reales Erlebnis der Kunst. Doch davon ist man momentan weit entfernt.

Seit November ist das Haus der Kultur erneut für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Ausstellung mit Undine Goldberg musste nach nur kurzer Zeit wieder geschlossen werden. Bis Weihnachten war sie geplant, ein zweites Mal wieder öffnen durfte sie nicht. „Das ist total schade, weil wir für November und Dezember viele Führungen vereinbart hatten.“ Dennoch wollte das Haus der Kultur die Ausstellung erlebbar machen – wenn auch nur virtuell.

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Die Städtische Galerie hat die neuen Möglichkeiten für sich genutzt und eine Online-Führung zusammengestellt. In einem achtminütigen Video nimmt die Städtische Galerie den Zuschauer mit durch die Ausstellung, gibt Erklärungen zu einzelnen Bildern ab und beleuchtet die Aspekte und die Ausrichtung der Künstlerin anhand ihrer Werke.

Kameramann Andreas Koser machte die Aufnahmen über die Ausstellung von Undine Goldberg in der Städtischen Galerie.

„Natürlich ist das Online-Video kein wirklicher Ersatz für eine richtige Führung“, sagt Elke Keiper. Das aktive Kunsterlebnis, das mit einem Ausstellungsbesuch verbunden ist, wie auch das lebendige Gespräch vor den Bildern lasse sich kaum digital erzeugen.

„Aber wir hoffen, dass der kleine Film trotzdem einen guten Eindruck und die eine oder andere interessante Hintergrundinformation vermittelt.“ Die Sehnsucht nach Kunst und Kultur ist groß, sodass es bislang schon einige positive Rückmeldungen gegeben habe. „Die Leute finden es schön, dass sie wenigstens auf diese Weise die Bilder sehen können“, erklärt Keiper.

Arbeiten laufen im Hintergrund

Darüber freuen sich auch die Verantwortlichen: „Es baut auf, wenn das Video so gut angenommen wird.“ Möglicherweise erreiche man damit auch Zuschauer, die ansonsten nicht die Ausstellung besucht hätten.

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Um das Haus der Kultur ist es coronabedingt in den vergangenen Monaten ruhig geworden. Im Hintergrund arbeiten aber alle Beteiligten daran, dass hoffentlich schon im Frühjahr die Begegnung mit Kunst und ein gemeinsamer Austausch wieder möglich sein werden. Die Planungen dazu sind dazu in vollem Gange. Bis dahin bleibt nur das Video als kleines Tor zum Haus der Kultur.

Rubriklistenbild: © Städtische Galerie Waldkraiburg

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