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Beauty-Berufe in Not

Kunden einer Waldkraiburger Kosmetikerin: Corona-Notbremse gefährdet Behandlungserfolg

Sie habe ein schlüssiges Hygienekonzept und seit über einem Jahr keinen einzigen Corona-Fall in ihrem Studio, sagt Kristina Pauli, hier bei der Behandlung ihrer Kundin Elfi Fickert. Die Kosmetikerin und Fußpflegerin aus Waldkraiburg ist sauer über die Folgen der Bundes-Notbremse, die auch ihren Patienten schade.
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Sie habe ein schlüssiges Hygienekonzept und seit über einem Jahr keinen einzigen Corona-Fall in ihrem Studio, sagt Kristina Pauli, hier bei der Behandlung ihrer Kundin Elfi Fickert. Die Kosmetikerin und Fußpflegerin aus Waldkraiburg ist sauer über die Folgen der Bundes-Notbremse, die auch ihren Patienten schade.
  • VonUrsula Huckemeyer
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Weil die Corona-Notbremse des Bundes die Beauty-Branche wieder zur Untätigkeit verdammt, fürchten Kunden einer Waldkraiburger Kosmetikerin, dass Behandlungserfolge gefährdet sind oder sich die Behandlung dadurch unnötig verlägert wird.

Waldkraiburg – Eva und Maximilian Breitsamer machen sich Sorgen. Ihr Sohn ist wegen unreiner Haut regelmäßig in Behandlung. Kristina Pauli, Kosmetikerin und Fußpflegerin, die auf dermazeutische Hautpflege spezialisiert ist, hilft, Narben und schmerzhafte entzündliche Stellen zu vermeiden und zu lindern.

Doch mit der Corona-Notbremse des Bundes ist der Erfolg der Behandlung gefährdet. Denn für körpernahe Dienstleistungen ist schon wieder Schicht im Schach. Die Beauty-Branche darf nicht arbeiten.

Eine gesalzene Mail an die Bundeskanzlerin

Eine gesalzene Email hat die Waldkraiburger Kosmetikerin an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben. Denn mit der Bundes-Notbremse kommt Pauli gar nicht klar. Die staatlich geprüfte Schönheitspflegerin machte ihrem Ärger Luft und adressierte ihr Schreiben auch an Ministerpräsident Markus Söder, an Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sowie an verschiedene Bundestagsabgeordnete wie Stephan Mayer und Sandra Bubendorfer-Licht.

„Astreine Hygienekonzepte“

Pauli ist der Ansicht, nicht Branchen seien in Sachen Schließungen entscheidend. Vielmehr sollte darauf geachtet werden, wer ein schlüssiges Hygienekonzept vorlegen kann und wer nicht. Und die Kosmetikstudios haben aus ihrer Sicht astreine Hygienekonzepte vorgelegt.

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„Wir haben uns immer bei den hohen Hygienemaßnahmen sicher und gut behandelt gefühlt und können diese willkürliche Entscheidung nicht nachvollziehen“, assistieren jedenfalls die Breitsamers, die bei einer Aussetzung der Behandlung ihres Sohnes fürchten, dass sich die Therapie hinterher erst recht in die Länge zieht.

Seit über einem Jahr kein Corona-Fall im Studio

„Warum Gewerke einfach dicht machen müssen, obwohl wir Steuern zahlen und somit die Sozialsysteme aufrechterhalten, ist mir schleierhaft“, sagt Pauli. Seit über einem Jahr Lockdown habe sie in ihrem Studio keinen einzigen Corona-Fall, sagt die 40-Jährige. „Ich teste mich häufig und werde auch bald geimpft. Kunden könnten einen negativen Test vorlegen.“

Das Protokoll über ihre Kundschaft sei ebenfalls makellos, betont die Inhaberin des Salons: „Ich kenne meine Kunden gut, da schreibt keiner Batman oder Mickey Mouse ins Protokoll.“

Kosmetikerin: Politiker lassen Menschen mit Hauptproblemen im Stich

Sie würden Menschen mit ihren Hautproblemen, mit Hautveränderungen wie Akne oder Rosacea, im Stich lassen, aufwendige und notwendige Narbenbehandlungen unmöglich machen, kritisiert Pauli die verantwortlichen Politiker.

Die Waldkraiburgerin hat eine Rundmail an Kunden geschrieben und daraufhin viel Resonanz bekommen. Zum Beispiel von Kathrin Pichlmeier, die wegen ihrer unreinen Haut in Behandlung ist und an Couperose leidet. „Für mich ist die kosmetische Behandlung sehr wichtig! Wenn ich sie unterbreche, wirkt sich das sehr schlecht auf meine Haut aus“, sagt sie. Das sei auch eine psychische Belastung.

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