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20000 EURO BUDGET

Kultur soll Aschauer Sommer retten: Gemeinde will Programm mit Vereinen organisieren

Der Musikverein, der das traditionelle Sommerfest schon zum zweiten Mal absagen musste, will sich im Kultursommer einbringen, den die Gemeinde mit den Vereinen auf die Beine stellen will.
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Der Musikverein, der das traditionelle Sommerfest schon zum zweiten Mal absagen musste, will sich im Kultursommer einbringen, den die Gemeinde mit den Vereinen auf die Beine stellen will.
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Weil das Sommerfest schon wieder ausfällt, will die Gemeinde zusammen mit den Vereinen Ersatzveranstaltungen auf die Beine stellen. Ein Kulturprogramm soll das Dorf beleben und den Aschauer Sommer retten.

Aschau – Das Aschauer Sommerfest im Juli ist längst abgesagt. Schon zum zweiten Mal. Trotz Lockerungen sind die Vereine wegen der nach wie vor bestehenden Risiken bei der Organisation von Ersatzveranstaltungen zurückhaltend. Mit einem pandemiekonformen Kulturangebot will die Gemeinde deshalb gemeinsam mit den Vereinen den Aschauer Sommer retten.

Bürgermeister will Vereine und deren Jugendarbeit stützen

Zwei Ziele verfolgt Bürgermeister Christian Weyrich (CSU) mit dem „Kultursommer“. Zum einen will er nach den Corona-Beschränkungen das Dorf wieder beleben, zum anderen Vereinen die Möglichkeit geben, durch Veranstaltungen ihre Kasse aufzubessern und die Jugendarbeit zu unterstützen.

Gemeinde tritt als Veranstalter auf und trägt die Risiken

Denn aus eigener Kraft könnten die Vereine das nicht stemmen. Noch sei die Lage unklar, die Risiken groß. Deshalb sollte die Gemeinde als Veranstalter und Hauptverantwortlicher auftreten und anfallende Kosten übernehmen.

Ideen vom „Biergarten plus“ bus zum Kabarettabend

Der Bürgermeister nannte als Beispiele einen „Biergarten plus“ mit Einlagen und Vorführungen auf dem Areal der Brauerei, eine offene Bühne mit einheimischen Künstlern, ein Konzert einer Band oder Kapelle oder einen Kabarettabend. Die Vereine könnten dabei Speisen verkaufen und Einnahmeausfälle durch die Absage von Veranstaltungen im vergangenen Jahr kompensieren.

Noch gibt es kein fertiges Konzept

Ein fertiges Konzept konnte Weyrich dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung noch nicht vorlegen. Das soll bei einem Treffen mit den Vereinsvorständen am heutigen Donnerstag entwickelt werden. Wie viele und welche Veranstaltungen in welchem Zeitraum möglich sind, ist also noch offen. Sicher scheint, dass der Musikverein, der auch das Sommerfest veranstaltet, beim Kultursommer mitmacht.

Diskussionen um Budget

Um „handlungsfähig“ in die Gespräche zu gehen, wollte sich der Bürgermeister ein Sonderbudget in der Größenordnung von 20 000 Euro genehmigen lassen. Dieses Geld will er für die Buchung von Künstlern ebenso wie für die Beschaffung von Equipment und Veranstaltungsmaterial ausgeben. Dieses solls den Vereinen auch künftig zur Verfügung gestellt werden.

Einigen Gemeinderäten, wie etwa Gertraud Langbauer (Bündnis Aschau), kam diese Summe zunächst zu hoch vor. Weyrich verteidigte das Budget auch in dieser Größenordnung. „Entweder wir machen es gscheit oder wir lassen es bleiben.“

Gemeinde steht hinter Vereinen

Kulturreferent Andreas Kölbl und Zweiter Bürgermeister Christian Mayerhofer (beide AWG) unterstützen seine Initiative. Weil es noch immer viele Unwägbarkeiten gebe, sei es wichtig, dass die Gemeinde Organisation und Verantwortung übernehme, so Kölbl. Er steht hinter dem Budget auch in dieser Größenordnung. Schließlich gehe es um die Unterstützung von Vereinen und der Jugendarbeit. In den letzten Jahren habe die Gemeinde im Kulturbereich „sehr wenig ausgegeben“.

Und Christian Mayerhofer kommt es auch darauf an, die Kapellen zu unterstützen, die sich in Corona-Zeiten nicht entfalten konnten. Da seien viele bereit zu spielen „und den Hut rumgehen zu lassen“. Wenn eine Veranstaltung mal nicht so laufe, sollte die Gemeinde was drauf legen können.

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Auch wenn viele Fragen in der Sitzung noch offen blieben, steht der Gemeinderat geschlossen hinter dem Vorhaben. „Wir müssen anpacken“, betonte etwas Thomas Wintersteiger (CSU). Denn die Vereine leisteten so viel für das Gemeindeleben und „waren zuletzt massiv eingeschränkt“.

Rathaus prüft Fördermöglichkeiten

Die Gemeinde müsse gradstehen, „wenn was nicht funktioniert“, meinte Hans Baumgartner (SPD). „Die Vereine sollen sehen, dass die Gemeinde hinter ihnen steht.“

„Der Kultursommer bringt das Leben ins Dorf zurück. Das muss uns das Geld wert sein“, findet Alexandra Kutschera (Bündnis Aschau).

Der Beschluss, ein Kulturangebot auf die Beine zu stellen und dafür ein Sonderbudget von 20 000 Euro zur Verfügung zu stellen, fiel einstimmig. Die Gemeinde werde prüfen, ob es für das Projekt Fördermöglichkeiten gibt, so der Bürgermeister.

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