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HAUS DER KULTUR WALDKRAIBURG

Kultur in der Warteschleife: Waldkraiburger Kulturamt sucht nach Alternativen

Eine festen Platz im Veranstaltungskalender hat „Kunst & Kommerz“, das das Kulturamt federführend organisiert. Doch in der gewohnten Form kann es die Veranstaltung dieses Jahr nicht geben, über ein mögliches Konzept diskutiert der Stadtrat.
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Eine festen Platz im Veranstaltungskalender hat „Kunst & Kommerz“, das das Kulturamt federführend organisiert. Doch in der gewohnten Form kann es die Veranstaltung dieses Jahr nicht geben, über ein mögliches Konzept diskutiert der Stadtrat.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Wann geht es weiter mit der Kultur? Und vor allem wie kann es in Zeiten von Corona damit weitergehen? Eine einfache Antwort gibt es darauf nicht für Alexandra Lausmann, Leiterin der allgemeinen Kulturverwaltung. Alternativkonzepte liegen in der Schublade.

Waldkraiburg – Es war in schwaches Licht am Horizont, dass bei einer stabilen Inzidenz von unter 100 ab 22. März wieder Theater-, Kino- oder Konzertbesuche möglich sein können. Doch der Freistaat hat die geplanten nächsten Lockerungsschritte vorerst wieder zurückgenommen. Von einer stabilen Lage könne angesichts der steigenden Infektionen nicht ausgegangen werden, hieß es dazu vergangene Woche aus dem Gesundheitsministerium.

Schwierige Planungen

Eine Abhängigkeit vom Inzidenzwert stellt die Planungen für kulturelle Veranstaltungen aber vor Herausforderungen. „Die Planungen sind schwierig“, sagt Alexandra Lausmann vom Haus der Kultur. Nicht nur für die Kultureinrichtungen, sondern auch für die Künstler. Denn während ein Auftritt in einem Landkreis möglich sein könnte, wäre er dies im benachbarten aufgrund eines zu hohen Inzidenzwerts schon nicht mehr. Ensembles könnten auf dieser Basis nur schwer ihre Touren planen, Kulturhäuser müssten kurzfristig ihre Planungen umwerfen, wenn der Inzidenzwert wieder zu stark steigt.

Deshalb ist man im Haus der Kultur noch sehr zurückhaltend. „Es bring doch nichts, wenn wir etwas planen und dann doch wieder verschieben müssen. Nur was sicher ist, werden wir durchführen“, sagt Alexandra Lausmann. Denn mit klaren Regeln und Terminen nach außen, will sie keine Unsicherheiten beim Publikum aufkommen lassen.

Bis zuletzt sei so manches noch nicht eindeutig geklärt gewesen: Wie gestaltet sich ein Auftritt? Ist er zeitlich beschränkt? Was gilt es zusätzlich zu berücksichtigen? „Wir haben unser Programm schon geplant, wissen aber nicht, wie wir es gestalten können“, sagt Lausmann. Einen Vollbetrieb im Theater werde es so schnell nicht geben, ist sie sich sicher.

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Aber im Haus der Kultur denkt man bereits an mögliche Alternativen. Dazu gehören die früheren „Moonlight-Shows“, die man gerne im August wieder aufleben lassen möchte. Die Vorbereitungen für die beliebten Stadtparkkonzerte „laufen super“. Vorstellbar ist laut Alexandra Lausmann ein zusätzliches Angebot am Samstag. „Die Kultur ist aktiv.“

In der gewohnten Form nicht zu machen

Doch ein Projekt, welches das Haus der Kultur federführend vorbereitet, wird es in diesem Jahr in der gewohnten Form womöglich nicht geben: „Kunst & Kommerz“. Wegen der Corona-Pandemie und schlechten Wetters fiel die Veranstaltung in den vergangenen beiden Jahren aus, dieses Jahr steht ein Fragezeichen dahinter. Geplant war die Veranstaltung ursprünglich für 2. Mai. Doch Alexandra Lausmann ist sich sicher: „In der gewohnten Form ist ‚Kunst & Kommerz‘ in diesem Jahr nicht durchzuführen.“

Deshalb gibt es die Überlegung, den Termin für „Kunst & Kommerz“ einerseits zu verschieben und andererseits einmalig mit dem Waldkraiburger Stadtfest zu verknüpfen. Wie ein Konzept dazu aussehen könnte, darüber wird der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am morgigen Dienstag informiert (siehe auch Kasten). „Es soll so vielfältig und lebendig werden wie möglich“, sagt Alexandra Lausmann. Damit das gelingt, sollen viele unterschiedliche Gruppen in das Fest eingebunden werden.

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Die Idee dazu ist mittlerweile auch schon bei der Aktionsgemeinschaft Handel und Handwerk aufgeschlagen. Vorsitzender Willi Engelmann begrüßt es, „Kunst & Kommerz“ und das Stadtfest einmal miteinander verschmelzen zu lassen. „Die Idee ist bei den Mitgliedern gut angekommen.“

Eine Terminverschiebung sieht Engelmann zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin als die einzige Möglichkeit, dass der damit verbundene verkaufsoffene Sonntag überhaupt stattfinden können. „Keiner glaubt gerade daran, dass wir bis zum 2. Mai loslegen können“, sagt Engelmann.

Gestern wäre der erste verkaufsoffene Sonntag in diesem Jahr gewesen. Aufgrund der Corona-Situation musste der Josefimarkt aber abgesagt werden.

Was passiert mit dem Volksfest?

Die Stadt Neumarkt-St. Veit hat ihr Volksfest für dieses Jahr bereits abgesagt. Zu einer Absage konnte sich die Gemeinde Kraiburg noch nicht durchringen und hat deshalb den Termin vorerst nur verschoben. Aber was macht die Stadt Waldkraiburg, deren Volksfest immer im Juli stattfindet? Gibt es heuer wieder Hendl und eine Maß Bier, gibt es eine Alternative oder fällt es der Corona-Pandemie ein zweites Mal zum Opfer? Zum genauen Sachstand informiert Bürgermeister Robert Pötzsch den Stadtrat am morgigen Dienstag, 23. März.

Des Weiteren geht es in der Sitzung um den finalen Auslobungstext für den Realisierungswettbewerb zur Sanierung des Waldbads und um die Erneuerung der Fuß- und Radwegebrücke über die Bahnlinie. Dazu hatte jüngst der Stadtentwicklungsausschuss entschieden, dass die neue Brücke über die Bahnstrecke Rosenheim-Mühldorf nicht angehoben werden soll. Weitere Themen in der Sitzung sind der Erlass einer Satzung über die öffentliche Fernwärmeversorgung im neuen Baugebiet West, die Satzung über die Benutzung der städtischen Kindertageseinrichtungen. Außerdem geht es um das Wirtschaftsjahr 2021 der Stadtwerke und die Stellvertretung der Werkleitung. Die Sitzung beginn am morgigen Dienstag, 23. März, um 18 Uhr im großen Saal im Haus der Kultur. Bürger, die die Sitzung verfolgen wollen, sollten sich vorab unter Telefon 0 86 38/9 5 92 48 im Rathaus anmelden.

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