Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Am Freitag geht es los

Mit Hilfsgütern hin, mit Flüchtlingen zurück: EHC Waldkraiburg organisiert Hilfskonvoi für die Ukraine

Alles in Kisten verpacken und verschließen: EHC-Präsident Wolfgang Klose hat noch viel zu tun, bis am Freitagvormittag der Hilfskonvoi in Richtung Ukraine aufbricht.
+
Alles in Kisten verpacken und verschließen: EHC-Präsident Wolfgang Klose hat noch viel zu tun, bis am Freitagvormittag der Hilfskonvoi in Richtung Ukraine aufbricht.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
    schließen

Die Garage ist voll, und auch im Waldkraiburger Eisstadion stapeln sich längst die Kisten mit Kleidung, Hygieneartikeln und Medikamenten. Am Freitag sollen die vielen Pakete mit mindestens sechs Kleintransportern in Richtung Ukraine gebracht werden. Initiator der Hilfsaktion ist EHC-Präsident Wolfgang Klose.

Waldkraiburg – Es war eine spontane Aktion am Faschingsdienstag. Denn wie kann man hierzulande dem erneut ausgefallenen Fasching hinterhertrauern, wenn in Ukraine Krieg herrscht? „Da kam der Gedanke zusammen mit meiner Tochter, dass wir die Fahrzeuge vom EHC mit Hilfsgütern beladen und in Richtung Ukraine bringen könnten“, erklärt Wolfgang Klose.

Der Platz wird knapp in den Fahrzeugen

Die vergangenen Tage waren anstrengend, denn mit der Idee für den Hilfstransport ist er mit seinen Helfern nahezu überrannt worden. „Am Mittwoch ging es los, seit Samstag können wir nichts mehr annehmen.“

In den wenigen Tagen ist so viel an Kleidung, Hygieneartikeln, praktischen Gegenständen wie Taschenlampen und Medikamenten zusammengekommen, dass die zwei vereinseigenen Fahrzeuge längst nicht mehr ausreichen. Weitere Fahrzeuge hat er deshalb organisiert, mittlerweile sind es insgesamt sechs Kleintransporter. Aber ob die tatsächlich ausreichen, Wolfgang Klose glaubt nicht daran. „Ich bin mir nicht sicher, ob alles seinen Platz finden wird in den sechs Fahrzeugen. Mit einer solchen Hilfsbereitschaft hatten wir nicht gerechnet.“ Er hofft darauf, dass sich noch weitere organisieren lassen. Damit allein ist es nicht getan.

Für jedes Fahrzeug braucht es zwei Fahrer, jedes Fahrzeug verbraucht Sprit und Mautkosten, eine Übernachtung für die Fahrer ist ebenfalls einkalkuliert. „Wir werden einen Teil der Kosten selbst übernehmen müssen, denn dafür reichen die eingegangenen Geldspenden nicht aus, um Sprit, Maut und Übernachtung zu bezahlen“, erklärt Klose. Deshalb übernehme jeder Fahrer einen Teil der Kosten selbst.

Klose weiß aber auch, dass ohne die große Unterstützung vieler der Hilfskonvoi gar nicht zustande gekommen wäre. Die Spedition Lode, das Busunternehmen Kalb, Mercedes Schreiner & Wöllenstein, Dickow Pumpen und die Stiftung Ecksberg stellen Fahrzeuge zur Verfügung und stellen auch Fahrer frei. Die EHC-Sponsoren Bet3000 und BPS halfen mit Sachspenden und Tatkraft. Engagiert hatte sich auch Stephanie Pollmann, die mit alternativen Annahmestellen einen großen Teil an Gütern organisiert hat, welche ebenfalls in den Transportern landen werden.

Am Freitagmorgen soll es losgehen in Richtung Ungarn und Rumänien. In beiden Ländern hat Klose Anlaufstellen ausgemacht, wohin sie die Hilfsgüter liefern können. In Ungarn werden sie Güter, die für die zurückgebliebenen Ukrainer in ihrem Land bestimmt sind. Weiter in Rumänien wollen sie dort Hilfsgüter abladen, die den Flüchtlingen dort vor Ort zugute kommen.

Heimfahrt nicht leer antreten

Was sie erwarten wird, darüber hat sich Klose bislang noch keine Gedanken gemacht. „Es wird sicherlich heftig werden, aber jetzt gibt es noch so vieles zu organisieren, dass ich mir noch gar keine Gedanken darüber machen kann.“ Den Samstag haben sie dafür eingeplant, die Güter abzuladen. „Wir haben viel Zeit eingeplant, denn aufgrund der vielen Hilfskonvois kann das dauern.“

Am Sonntag geht es wieder nach Hause, aber leer wollen sie nicht fahren. Sie wollen Flüchtlinge mit nach Waldkraiburg nehmen, wo bereits private Unterkünfte organisiert werden konnten. „Wir haben in den Fahrzeugen Platz für etwa 15 bis 20 Flüchtlinge“, erklärt Klose.

Aber erst einmal müssen die Hilfsgüter in die Transporter geladen werden. Dazu können Klose und seine Mitstreiter noch Unterstützung gebrauchen. Wer Zeit hat, kann am heutigen Donnerstag ab 16 Uhr am Eisstadion mit anpacken.

Wer ebenfalls helfen will

Wer bei der Unterkunft und Betreuung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine helfen will, kann sich weiterhin per E-Mail unter ukrainehilfe@lra-mue.de an das Landratsamt Mühldorf wenden oder mithilfe eines Online-Formulars unter www.lra-mue.de Kontaktdaten sowie die Art des Hilfsangebots mitteilen.

Kommentare