Kreisjugendring Mühldorf: Vollversammlung: Beschluss über Haushalt auf den letzten Drücker

Eine Vollversammlung in Zeiten von Corona: Der Kreisjugendring musste die Veranstaltung abhalten, um den Haushalt zu genehmigen. Ansonsten wäre eine Weiterarbeit nicht mehr möglich gewesen.
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Eine Vollversammlung in Zeiten von Corona: Der Kreisjugendring musste die Veranstaltung abhalten, um den Haushalt zu genehmigen. Ansonsten wäre eine Weiterarbeit nicht mehr möglich gewesen.

Die Vollversammlung des Kreisjugendrings (KJR) Mühldorf konnte nicht länger hinausgezögert werden – trotz der Corona-Pandemie. Der Haushalt für das laufende Jahr musste besprochen und verabschiedet werden, ansonsten wäre eine Weiterarbeit nicht mehr möglich gewesen.

Von Hans Rath

Waldkraiburg – Die Veranstaltung fand in abgespeckter Form statt, die Neuwahlen des Vorstandes wurden auf die Vollversammlung im Herbst verschoben.

KJR-Vorsitzende Veronika Schneider stellte die Jahresrechnung 2019 vor, den Einnahmen – unter anderem bestehend aus allgemeinen Einnahmen (233 000 Euro) und zweckgebundenen Zuschüssen (91 873 Euro) – in Höhe von 433 398 Euro standen Ausgaben in ebendieser Höhe gegenüber. Den größten Posten bildeten mit 214 483 Euro die Personalkosten, für langfristige Verpflichtungen wie Zinsen, Mieten und Versicherungen schlugen 34 286 Euro zu Buche.

Verschiedene Projekte realisiert

Mit 20 098 Euro wurden Verbände gefördert, erfreulicherweise konnten 10 320 Euro den Rücklagen zugeführt werden. Für verschiedene Budgets wurden 154211 aufgewendet. Die Kasse hatten Georg Waldinger und Harald Steinbach ohne Beanstandungen geprüft.

Aufgrund dieses positiven Ergebnisses konnte in der Geschäftsstelle in der Braunauer Straße in Waldkraiburg eine neue Telefonanlage installiert werden, hier hatte auch das Landratsamt dem Kreisjugendring finanziell zusätzlich unter die Arme gegriffen.

Es wurden wieder mehrere Projekte realisiert, das Tanztheater„Was uns verbindet“ bekam den VIEL-Preis vom bayerischen Jugendring. Die Kinderstadt wurde durchgeführt, dabei können Kinder in einem Planspiel entscheiden, was in ihrer Stadt soll. Das JuKuMo war wieder fleißig unterwegs, das Jugend-Kultur-Mobil, bestückt mit Spielgeräten, beladen mit Bastelaktivitäten tourt durch den Landkreis und steuert einzelne Gemeinden an. Zwei Chiemsee-Camps wurden veranstaltet, das heißt, teilnehmende Jugendliche konnten eine Woche Zelten mit Nachtwanderung, Lagerfeuer und Grillabenden direkt am Chiemsee verbringen.

Den Haushalt für das laufende Jahr stellte KJR-Geschäftsführerin Andrea Lübben vor. Gleich zu Beginn machte sie klar: „Der Haushalt wurde noch vor Corona aufgestellt und unterliegt daher gewissen Einschränkungen.“ So müssen zum Beispiel die Chiemsee-Camps ausfallen, weil der Campingplatz gesperrt ist. Dennoch wurde der Haushalt für das Jahr 2020 von der Vollversammlung einstimmig angenommen.

Für den Herbst ist mit „Ladies first“ ein neues Projekt geplant, eine Mädchengruppe ohne Jungen, Mädels ganz unter sich – zum Austauschen, Lachen oder Nachdenken.

Haushalt mit 392 365 Euro

Die wichtigsten Zahlen: Der neue Haushalt umfasst ein Volumen von 392 365 Euro an Einnahmen. Diese bestehen aus allgemeinen Einnahmen (245 000 Euro), Zuflüsse aus diversen Budgets (41 880 Euro) und zweckgebundenen Einnahmen, generiert über Projekte (105 485 Euro). Was eingenommen wird, kann auch ausgegeben werden, nämlich die identische Summe. Diese setzt sich zusammen aus Personalkosten (201 164 Euro), Ausgaben für verschiedene Budgets (133 701 Euro), Förderzuschüsse für Vereine und Verbände (21 000 Euro) und langfristige Verpflichtungen (36 500 Euro).

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Veronika Schneider und Andrea Lübben bekräftigten das Angebot des Kreisjugendrings, bei Problemen, Sorgen und Ängsten für Vereine und Verbände da zu sein, ihnen unter die Arme zu greifen und Wege und Lösungen zu finden. Ein ganz besonderer Dank der beiden Damen ging auch an die Stadt Waldkraiburg, die dem Kreisjugendring die für die Schenker-Halle gezahlte Miete als Spende zurückerstattet.

Neuwahlen erst im Herbst

Die Vollversammlung im Herbst, bei der die Neuwahlen der Vorstandschaft geplant sind, findet voraussichtlich am Montag, 9. November statt.

Zur Vollversammlung gekommen war auch Landrat Max Heimerl, dem der Austausch mit jungen Menschen sehr wichtig ist, wie er in seinem Grußwort betonte. Die Jugend setze andere Schwerpunkte, habe eine andere Sichtweise auf die Dinge. Der Kreisjugendring sei ein „Pfeiler der ehrenamtlichen Arbeit“, fuhr der Landrat fort. Das Ehrenamt, das wisse er aus eigener Erfahrung, bereite einem persönliche Freude, es sei aber auch schön, anderen etwas zu geben.

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