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Kostenlose Konzerte als Erfolgskonzept

Waldkraiburg macht‘s vor: Wie die Sonntags-Konzerte im Stadtpark seit über 30 Jahren begeistern

Ein breites Spektrum von klassisch bis volkstümlich: Diesmal sorgten „De Andern und I“ auf der Bühne am See im Stadtpark für zünftige Unterhaltung.
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Ein breites Spektrum von klassisch bis volkstümlich: Diesmal sorgten „De Andern und I“ auf der Bühne am See im Stadtpark für zünftige Unterhaltung.

Seit über 30 Jahren gibt es in Waldkraiburg im Sommer sonntags im Stadtpark kostenlose Konzerte. Warum diese Veranstaltung Jung und Alt begeistert und selbst Großstädte blass aussehen lässt.

Waldkraiburg – Seit über 30 Jahren gibt es die Waldkraiburger Stadtparkkonzerte. Heute gehört die Veranstaltungsreihe zu den beliebtesten Treffpunkten an den Sonntagen in der schönen Jahreszeit.

Das gilt nicht nur für Bürger aus Waldkraiburg. Die Qualität und die besondere Atmosphäre der Konzerte im Grünen locken Besucher aus dem gesamten Landkreis an.

Stolz auf die Vorreiterrolle

„Manchmal muss ich schmunzeln, wenn ich aus anderen Orten lese, dass dort kostenlose Sommerkonzerte stattfinden und wie einzigartig diese Idee sei. Wir machen das schon so lange und sind, ehrlich gesagt, schon ein bisschen stolz auf unsere Vorreiterrolle“, sagt Alexandra Lausmann, die seit 30 Jahren das „Haus der Kultur“ leitet und damit auch für diese Konzertreihe zuständig ist.

Alexandra Lausmann, Leiterin des „Hauses der Kultur“, freut sich über den schon über 3o Jahre andauernden Erfolg der Stadtparkkonzerte.

„Als ich hier angefangen habe, war das schon eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe, und auch mir liegt sie sehr am Herzen – gerade, weil sie für alle geschaffen wurde und weil der Eintritt immer schon frei ist.“

Etabliert, aber bei Leibe keine Selbstverständlichkeit

Auch, wenn die Konzerte schon so lange angeboten werden, ein „Selbstläufer“ sind sie nicht. Im Gegenteil: „Wenn das letzte Konzert vorbei ist, dann sitzen wir schon daran und planen das nächste Jahr. Denn auch wenn der Eintritt frei ist und die Gäste nicht reservieren müssen, sollen die Zuhörer, aber auch unsere Künstler, immer merken, wie wichtig uns diese Konzerte sein.“

Von Mai und bis in den September hinein finden die Konzerte statt. Der Musikpavillon am Teich wird zum Treffpunkt für die Freude der Musik, die sich über eine große Vielfalt freuen können: Volkstümlich und klassisch wird musiziert, es gibt kirchliche Musik ebenso wie Country, Line Dance, Rock und Folk.

Von Mai bis September locken die Konzerte sonntags Jung und Alt in den Stadtpark.

„Ich weiß, dass gerade ältere Menschen, die sonst gar nicht so oft auf Veranstaltungen gehen, sich immer wieder auf diese Konzerte freuen, denn hier treffen sie auch Bekannte und Freunde auf einen Ratsch. Manche haben ihre eigenen Kissen oder sogar Klappstühle dabei. Und es passt gerade der älteren Generation sehr gut, dass der Stadtpark gut erreichbar ist und man beispielsweise auch mit einem Rollator gut vorwärtskommt“, berichtet Lausmann. Und weil auch immer wieder Familien mit Kindern oder schon Enkelkindern kommen, sind die Konzerte auch ein „Treffen der Generationen“.

Einmal im Jahr bringt der Shanty Chor „Inn-Salzach-Möwen“ eine „steife Brise“ in den Stadtpark. „Seemann, lass das Träumen“ oder der „Hamburger Veermaster“ lassen die Welt der Weltmeere lebendig werden und spätestens auf der „Reeperbahn nachts um halb eins“ schunkeln, singen und summen alle mit.

Die Inn-Salzach-Möwen mit Leiterin Elisabeth Hoynatzky brachten einen Hauch von Reeperbahn in den Stadtpark.

„Die Auftritte geben uns sehr viel“, sagt Chor-Leiterin Elisabeth Hoynatzky. „Wir sehen über den kleinen Teich hinweg die Freude in den Gesichtern und freuen uns, dass wir so nett empfangen und mit so viel Applaus verabschiedet werden.“

„Gibt es in größeren Städten nicht“

Einer, der sich bei diesem Konzert besonders wohlfühlt, ist Walter Opitz, der mit Gattin Christine gekommen ist. Kein Wunder, denn er ist gebürtiger Hamburger. Die Seeluft und die Musik der Seeleute sind ihm vertraut, obwohl er als leidenschaftlicher Harley-Fan lieber auf dem Highway als auf hoher See unterwegs ist.

Walter Opitz ist mit Gattin Christine gekommen.

„Es ist eine sehr nette Idee, die sich die Stadt hier hat einfallen lassen. Die Stimmung ist so gut wie das Wetter. Wir werden sicher noch das eine oder andere Konzert anhören – und der Stadtpark ist eine echte Oase.“

Auch die Waldkraiburgerin Maria Kühler ist gerne gekommen. Nach vielen Lebensjahren in München lebt sie seit einigen Monaten hier. Die Rentnerin ist begeistert: „Es gibt hier so viel Grün. Meine Tochter, die schon lange hier lebt, kommt immer zum Schachspielen bei mir vorbei. Und wenn es am Sonntag schön ist, dann geh ich ins Konzert.“

Maria Kühler freut sich über das breite Spektrum.

Was sie freut, ist das breite Spektrum beim Programm: „Da ist für jeden etwas dabei, so etwas gibt es in vielen größeren Städten nicht“, sagt sie und spendet der Blasmusik von „De Andern und I“ kräftig Applaus.

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