Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


KAB-Vortragsreihe zu "Wir gemeinsam"

"Konsumrevolution bleibt aus"

Gars - Viele Initiativen im Landkreis Mühldorf beschäftigen sich mit dem Lebensstil. KAB-Diözesansekretär Rainer Forster stellt in einer Veranstaltungsreihe deren Themen vor, bei der jüngsten Veranstaltung ging es um Solidarität und Gemeingüter und die damit verbundene Initiative "Wir gemeinsam".

Heute, so Forster, lebe man nicht mehr im Zeitalter eines geschlossenen Welt- und Lebensbildes, sondern der Vielfalt und Individualisierung. Jeder Einzelne strebe nach einem sinnvollen Leben, oder das was er dafür hält. "Die Sinnproduzenten halten zahllose Angebote bereit und erschaffen immer mehr für den Egotrip. Unser Leben muss besonders sein und sich unterscheiden. Dazu dienen auch die Statussymbole, die jeden Tag zum Kauf angeboten werden".

Diese Gesellschaft sei insofern obszön, als sie einen erstickenden Überfluss an Waren produziere und schamlos zur Schau stelle, während sie draußen ihre Opfer der Lebenschancen beraubte, so der katholische Sozialethiker Oswald von Nell-Breuning, der schon 1965 eine Revolte der Verbraucher forderte.

Eine Konsum-Revolution im christlich geprägten Abendland bliebe aus. "Die meisten Menschen in Deutschland lassen sich mobilisieren, wenn unser Lebensstandard in Gefahr ist, wie es die hitzigen Debatten um die Freihandelsabkommen TTIP und CETA mit den USA und Kanada zeigen," stellt Forster nüchtern fest. "Beim Freihandelsabkommen, das die EU im Herbst 2014 mit afrikanischen Staaten abgeschlossen hat, wurde die gleiche neoliberale Marktideologie angewandt und keinen hat es interessiert."

Die Schere zwischen arm und reich werde auch mit der aktuellen Politik nicht geschlossen. Mit Infrastrukturfonds, als Bürgerfonds bezeichnet, wolle die Bundesregierung den Wohlhabenden Geldanlagemöglichkeiten bieten. "Statt für Steuergerechtigkeit zu sorgen und die Steuereinnahmen verantwortungsvoll zu verwenden, wird weiter umverteilt von fleißig zu reich," so Forster. Bei der Initiative "Wir gemeinsam" zähle die eingebrachte menschliche Leistung und werde die regionale Wirtschaft gestärkt - aus globaler Verantwortung. Ein praktikabler Ansatz findet auch der Mühldorfer KAB-Kreisverband. re

Kommentare