Kommunalwahl 2020

Bündnis Aschau schickt Thomas Duxner ins Bürgermeisterrennen

Für mehr Bürgernähe will Thomas Duxner (rechts) eintreten, der in der Nominierungsversammlung von Bündnis Aschau einstimmig von 37 Wahlberechtigten zum Bürgermeisterkandidaten gewählt wurde. In der Versammlung warb auch Ulli Maier, (links), Kreisrat und designierter Landratskandidat der UWG und der WGW um Unterstützung der neuen unabhängigen Wählergruppierung auf Landkreisebene. Von Ahn

Dass Bündnis Aschau, die neue unabhängige Wählergruppierung, Thomas Duxner ins Rennen um den Bürgermeisterposten schicken will, war seit Längerem bekannt. Jetzt ist aus dem designierten der offizielle Kandidat geworden. Einstimmig wurde er in einer Nominierungsversammlung dazu gewählt.

Aschau – Die neue politische Gruppe in Aschau, die 2020 erstmals antritt, will sich nach eigenem Bekunden vor allem für mehr Bürgernähe einsetzen. Das machte der Kandidat auch in seiner Rede deutlich. Unter den 21 Eckpunkten, die in den vergangenen drei Monaten mit Bürgern erarbeitet worden sind, steht für Thomas Duxner ein neuer Stil im Umgang mit den Bürgern ganz oben. „Wir dürfen die Bürger nicht abkanzeln und als Zuschauer bezeichnen.“ Das Bündnis Aschau sieht er als Konstruktivvereinigung statt Protestbewegung. Zwei Bürgerentscheide wurden in der aktuellen Wahlperiode gestartet, ein dritter zur Erschließung eines Gewerbegebietes steht derzeit an.

Kandidat will Dorfentwicklungsplan aufstellen

Konkret ging Duxner nicht auf die Inhalte des Bündnisses ein, denn: „Wir wollen nicht, dass andere abschreiben.“ Dennoch deutete er Themen an, die er angehen möchten: Duxner sieht etwa Handlungsbedarf im Erstellen und Umsetzen eines Dorfentwicklungsplanes, in dem auch Veränderungen durch den zweigleisigem Ausbau der Bahnstrecke zwischen Mühldorf und München und die Fertigstellung der A94 berücksichtigt werden sollten.

Umweltschutz stehe auch auf der Agenda, sagte Duxner auf Anfrage. Dennoch sei er nicht generell gegen Gewerbegebiete.

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Der Bürgermeisterkandidat lebt seit über fünf Jahren in der Gemeinde und habe aufgrund dieser kurzen Zeit keinerlei Verpflichtung gegenüber anderen: „Ich unterscheide ausdrücklich zwischen Freunden und politischen Gesprächspartner. Ich vermische das nicht wie andere.“

Handlungsbedarf bei Kindern und Jugendlichen

Ein weiteres Thema betrifft das Leben im Alter. Betreutes Wohnen wünschten sich die Alten hingegen nicht. „Die Leute wollen daheim bleiben, solange es geht.“ Der Kandidat lobt die Vereine, sieht aber Handlungsbedarf bei Kindern und Jugendlichen, die nicht ins Vereinsleben integriert sind.

37 Wahlberechtigte sprechen Duxner das Vertrauen aus

37 Unterstützer sprachen dem Kandidaten ihr Vertrauen aus. Unter den Teilnehmern der Versammlung waren auch zwei amtierende Gemeinderäte, Harald Rösler (Aschauer Wählergemeinschaft) und Gertraud Langbauer, die 2014 ebenfalls für die Aschauer Wählergemeinschaft in den Gemeinderat einzog und seit einigen Jahren mit den CSU-Gemeinderäten die Fraktion Freie Bürger/CSU bildet.

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Zur Person: Thomas Duxner (45) ist Schulleiter der Grund- und Mittelschule in Obing. Der aus dem Berchtesgadener Land stammende Sohn eines Landwirts studierte zunächst zwei Semester Holztechnik, bevor er den Studiengang wechselte, um Grund- und Mittelschullehrer zu werden. Seinen Zivildienst leistete der dreifache Vater beim Roten Kreuz ab, für das er aktuell ehrenamtlich Motorradstreife fährt.

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