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MEINUNG

Lichtblicke gibt es auch in Corona-Zeiten: Man muss sie nur wahrnehmen

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  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Lichtblicke gibt es auch in Corona-Zeiten, findet unser Autor Hans Grundner. An Ostern hat er ein besonders schönes Beispiel dafür in der Pfarrgemeinde Pürten ausgemacht.

Frühling. Endlich. Lange genug hatte sich der Winter am März festgeklammert. Jetzt geht’s wieder hinaus. Auf die ersten ausgedehnten Radtouren. In und um Waldkraiburg war das ein einziges Rollen in der ersten Ferienwoche, als ob mittlerweile auf jeden Meter Radweg in Stadt und Landkreis mindestens ein Radfahrer kommt.

Das nur am Rande. Keine Angst, liebe Kommunalpolitiker, die Wochenschau wird keine Schelte der regionalen Verkehrspolitik, weil sich noch immer viel zu wenig tut, beim Radwegeausbau. Nein, diese Wochenschau wird ein Lob auf die, die auf den bestehenden Radwegen unterwegs sind und nicht griesgrämig und abweisend Kilometer fressen, sondern freundlich Kontakt mit dem Begegnungsverkehr aufnehmen.

Sind es die ungewöhnlich hohen Temperaturen – rekordverdächtig für die Jahreszeit – die so vielen warm ums Herz machen? Oder spielt auch hier der Corona-Faktor eine Rolle? Kontakte sind schließlich rar in diesen Monaten. Da ist man froh um jede Gesichtsregung. Mir kommt jedenfalls vor, heuer besonders oft ein „Hallo“, „Servus“, „Grüß Gott“ beim Vorbeiradeln zu hören.

Selbst Maulfaule scheinen sich verstärkt zu einem stummen Nicken hinreißen zu lassen. Und vereinzelt soll es sogar beim Aufeinanderprallen zweier Welten, der Begegnung zwischen Radfahrer und Hundehalter, zu freundlichen Gesten kommen, gar einem Dankeschön dafür, dass der Radler runtergeht vom Tempo oder der Hundefreund seinen Liebling an die Leine genommen hat.

Wäre das nicht toll, wenn dieser Eindruck nicht täuscht? Wir alle könnten es brauchen, Notiz zu nehmen voneinander. Grade nach so vielen Wochen, die die Nerven unendlich strapaziert haben. Und die Strapazen sind leider noch immer nicht zu Ende. Ostern 2021, das zweite Osterfest im Ausnahmezustand, macht deutlich, wie lange das Virus schon Alltag und Zusammenleben bestimmt.

Das Osterlicht brennt nicht nur an den Festtagen

So hartnäckig treibt Corona die Leute auseinander, dass jedes noch so kleine Zeichen der Zusammengehörigkeit willkommen ist. Eine besonders schöne Aktion hat sich die Pfarrei Pürten/St. Erasmus einfallen lassen. An zwölf Stationen, in Kapellen und an Feldkreuzen wird am Ostersonntag das Osterlicht zum Mitnehmen aufgestellt. Wer mag, kann es sich beim österlichen Morgenspaziergang dort abholen. Kontaktlos, und doch mit so vielen anderen verbunden. Wenn das kein Lichtblick ist.

Übrigens, löschen Sie das Osterlicht nicht gleich nach den Festtagen wieder aus! Tragen Sie es in den nächsten Wochen weiter – im Begegnungsverkehr. Man braucht nicht mal Feuer dazu.

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