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Moonlight-Show Waldkraiburg

Klassische Musik zum Lachen komisch – Wenn Musik aus Schläuchen, Sägen und Trichtern kommt

Gogol und Mäx überraschten das Publikum sowohl mit virtuoser Beherrschung ihrer Instrumente als auch mit verrückten Einfällen.
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Gogol und Mäx überraschten das Publikum sowohl mit virtuoser Beherrschung ihrer Instrumente als auch mit verrückten Einfällen.
  • Erika Fischer
    VonErika Fischer
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Die beiden Musiker und Komiker Gogol und Mäx reizen mit virtuoser Beherrschung ihrer Instrumente die Ohren und mit verrückten Einfällen die Lachmuskeln. Das bewiesen sie auch bei ihrer Show in Waldkraiburg.

Waldkraiburg – Als „Teatro musicomico“ kündeten die beiden Musikkomiker ihr tempo- und geistreiches Programm bei der Moonlight-Show vor dem Haus der Kultur an.

Da ist Gogol, alias Christoph Scheib, studierter Pianist, als Maestro schwarz befrackt und akkurat gescheitelt. Dazu sein Partner, besser gesagt Gegenspieler Mäx, alias Max-Albert Müller, ebenfalls hoch qualifizierter Musiker, mit langmähnigem Zauselhaar, in Schlabberhose und mit riesigen Clownschuhen.

Töne schaffen aus Schläuchen und Sägen

In einem Musiksalon unter den gestrengen Augen von Bach und Mozart versucht er von der ersten gespielten Note an, Gogol bei seinem „Piano solo“ aus dem Konzept zu bringen. Als der seine Frackschöße ordnet, den Hocker zurechtrückt und den Klavierdeckel hochklappt, kramt Mäx in Kisten und Kästen Schläuche, Sägen und Trichter hervor, um alles in Musik zu verwandeln. Dabei ist es eine schier unglaubliche Vielfalt von über 20 Instrumenten, mit denen sich die Beiden regelrecht duellieren.

Mäx steigt da schon mal aufs Klavier und greift von oben in die Tasten, benutzt den Gartenschlauch mit Trichter als Trompete und die Tonne als Schlagzeug. Als es Gogol zu bunt wird, steckt er den Störenfried kurzerhand in die Tonne hinein. Der winkt mit einem weißen Fähnchen heraus, um gleich danach zum wiederholten Mal sein Lieblingsstück „La Cucaracha“ anzustimmen.

Diese verrückten Einfälle zünden, das Publikum ist fasziniert, und so mancher lacht Tränen über das rasante Tempo und das unerschöpfliche umgestaltete musikalische Repertoire von Bach über Schumann und Strawinsky bis Chopin. Jeweils als „Concerto solo piano“ von Gogol angekündigt und von Mäx konterkariert. Faszinierend dabei sein Auftritt mit dem Alphorn und dessen dumpfem, lautem Klang, bei dem die Zuhörer zusammenzucken.

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Zur Überraschung aller steht nach der Pause der ernsthafte Pianist Gogol seinem Gegenspieler in nichts mehr nach. Als Mäx zur Posaune greift, holt sich Gogol eine Tuba und begibt sich akrobatisch auf eine rollende Tonne. Immer skurriler werden die Umbauten. Denn Gogol überquert mit Tutu und Sonnenschirmchen ein Rohr zwischen Klavier und Tuba. Alles hält den Atem an: Es klappt!

Zwischen Jazz und Gläser-Xylophon

Bei beiden Künstlern jedoch wird immer wieder deutlich: Sie können nicht nur Späße machen, sondern beherrschen ihre Instrumente perfekt. Nach flotten Klarinettentönen, jazzigen Pianoklängen und wirbelnden Klangkaskaden, gemeinsam auf einem Gläser-Xylophon dargeboten, entlässt das Publikum nach nicht enden wollenden stehenden Ovationen die beiden Musikclowns aus diesem „Concerto fantastico“.

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