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Kinderbetreuung

Zuzug nur schwer zu kalkulieren: Kita-Bedarfsplan im Waldkraiburger Stadtrat vorgelegt

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in Kindergärten und Kinderkrippen bleibt auch in den nächsten Jahren hoch. Eine genau Prognose ist schwierig, weil der Zuzug nur schwer vorherzusagen ist.
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Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in Kindergärten und Kinderkrippen bleibt auch in den nächsten Jahren hoch. Eine genau Prognose ist schwierig, weil der Zuzug nur schwer vorherzusagen ist.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Ein neuer Hort an der Dieselschule, nicht weit davon eine neue Kinderkrippe an der Kopernikusstraße: Die Stadt Waldkraiburg unternimmt einiges, um dem Betreuungsbedarf der Kinder gerecht zu werden. Ein aktualisierter Bedarfsplan auf Basis einer Elternbefragung gibt im Stadtrat Aufschluss.

Waldkraiburg – Wie entwickeln sich die Kinderzahlen in der Stadt und welchen Effekt haben die beschlossenen Maßnahmen? Zentrale Fragen, die sich nicht so einfach beantworten lassen. Aus diesem Grund hat die Stadt im Frühjahr eine Elternbefragung durchgeführt, deren Ergebnisse kürzlich im Stadtrat vorgelegt worden sind.

Es gibt Wartelisten

Auch bei der Kinderbetreuung ist die Corona-Krise nicht spurlos vorübergegangen: Die vorgestellten Prognosen aus dem Jahr 2019 sind wegen der Pandemie nicht eingetreten. Wegen Corona haben laut der Befragung manche Eltern noch damit gewartet, ihr Kind in einer Einrichtung anzumelden. Der Bedarf sei auch weiterhin stabil geblieben, allerdings gebe es für das anstehende Kindergartenjahr wieder Wartelisten.

Welchen Bedarf Eltern haben und wie sie das Angebot einschätzen, darüber gibt die Elternbefragung nur eingeschränkt eine klare Aussage. „Für eine repräsentative Umfrage braucht es eine Antwortquote von mindestens 40 Prozent“, erklärte Michael Tulipan, Sachgebietsleiter Kinder, Jugend und Schulen. Die Gefahr bestehe damit, dass man anhand solcher Ergebnisse falsch planen würde.

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Fest steht allerdings, dass es in einzelnen Betreuungseinrichtungen Wartelisten gibt und die beschlossenen Maßnahmen auch notwendig sind. Solange diese aber nicht abgeschlossen sind, müsse die Zwischenzeit überbrückt werden. Dabei gibt es zwei Herausforderungen: Personalmangel und eine hohe Dynamik bei Zu- und Wegzügen. „Rund 173 000 Erzieher fehlen in Deutschland“, erklärte Tulipan. Zusätzlich müsse man aber bei der Belegung der Betreuungseinrichtungen einen Puffer vorhalten. „Kinder mit einem diagnostizierten Förderbedarf haben einen höheren Betreuungsbedarf.“

Aufgrund des Rechtsanspruchs für Ganztagsbetreuung in der Grundschule sei damit zu rechnen, dass mehr Hortplätze benötigt werden. Nur schwer zu kalkulieren ist der Zuzug in die Stadt: „Das hat eine sehr hohe Dynamik“, sagte Tulipan.

Dem stimmte auch Stadträtin Charlotte Konrad (CSU) zu. „Der Zuzug ist das größte Problem.“ Denn „von jetzt auf dann“ würden zusätzliche Plätze benötigt werden. „Der Zuzug holt die Stadt ein, wird sich aber auch wieder legen“, war Charlotte Konrad überzeugt. Die Stadt müsse daher flexibel beim Bau werden, jedes Jahr müsse der Bedarf genau geprüft werden.

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Auch für Anton Sterr (CSU) ist der Bedarfsplan ein wichtiges Instrument, den man jährlich fortschreiben muss und basierend darauf Entscheidungen zu treffen sind. „Der Betreuungsbedarf steigt. Die Wirklichkeit zeigt auch, dass Eltern eine Betreuung fordern.“ Für sind Investitionen in Kinder unabdingbar. „Man muss flexibel sein, um auch kurzfristig umplanen zu können.“

Zeitnah reagieren können

Eine große Herausforderung sieht Richard Fischer (SPD) im Zuzug, der auch in Zukunft berücksichtigt werden müsse. Dass es eine schwierige Situation sei, die es zu bewerten gilt, da gab ihm auch Tulipan recht: „Wir müssen uns den Bedarf jedes Jahr anschauen, um zeitnah reagieren zu können.“ Container, wie es sie auch am Kalander gibt, seien eine Zwischenlösung, die man an Einrichtungen andocken könne.

Die Kirchen, die Stadt und das Familienzentrum – vier Träger betreuen die unterschiedlichen Einrichtungen in der Stadt. Hier wünscht sich Harald Jungbauer (CSU), dass man sich regelmäßig untereinander abstimmt. „Das ist Voraussetzung für einen Überblick.“

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Einstimmig nahm der Stadtrat den Bedarfsplan zur Kenntnis. Die daraus festgestellten Anforderungen an Betreuungsplätzen sind damit als notwendig anerkannt. Der Bedarfsplan soll jährlich fortgesetzt werden.

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